Schwei - Auf ein recht unkompliziertes Erntejahr mit besten Wachtumsergebnissen hat der Vorsitzende Otto Hermann Witting am Sonnabend beim Ernteball des Landvolks Schwei zurückgeblickt. „Das Jahr lief wie geschmiert“, stellte Witting fest, Futter sei genug vorhanden.

Er sah aber überhaupt nicht erfreut in die Zukunft. Sorgen bereite ihm der gesunkene Milchpreis und die ebenfalls niedrigeren Schlacht- und Zuchtviehpreise. Wegen des Russland-Embargos und der gefüllten Lager in China werde es zu weiteren Preisbewegungen kommen. „Es sieht nicht rosig aus“, betonte er.

Mit dem geplanten Moorschutzprogramm der Landesregierung, bei dem abgetorfte Flächen in der Folgenutzung nicht für die Landwirtschaft bereitgestellt, sondern gekauft, renaturiert und damit vernässt werden sollen, zeigte sich Witting nicht einverstanden. „Das ist wie eine Enteignung“, kritisierte er die Pläne von Umweltminister Stefan Wenzel und Agrarminister Christian Meyer (beide Grüne).

Mit dem Besuch beim Ernteball zeigte sich Witting sehr zufrieden, im Laufe des Abends füllte sich der Saal im Schweier Krug. Die Erntekrone wurde in diesem Jahr bei Meike und Hergen Wiese gebunden. Liesa Ratjen, Leon Hillmer, Peter Neumann und Sven Olaf Eden trugen sie zu Beginn des Festes feierlich herein, bevor sie unter der Saaldecke aufgehängt wurde. Anschließend konnten die Gäste, darunter der designierte Bürgermeister Klaus Rübesamen sowie erstmals Mitglieder des Schweier Bürgervereins, tanzen.

Auch eine Tombola lockte. Eine 4-Tagefahrt nach Berlin, gestiftet von CDU-Bundestagsmitglied Astrid Grotelüschen, sowie eine Tagesfahrt nach Hannover vom CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler waren die Hauptpreise. Außerdem konnten die Besucher Gläser, Gutscheine, ein Vogelhaus oder nützliche Alltagsgegenstände gewinnen.

Gestiftet wurden die 200 Preise von den Schweier Geschäftsleuten und weiteren Geschäftspartnern des Landvolkes.