• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Stadland

CAMPING: Mit Sonnenöl und Thermoskanne

23.10.2006

RODENKIRCHEN RODENKIRCHEN - Am Freitagmorgen um 6.15 Uhr klingelte bei Boris Schierhold das Telefon: Der Radiosender Hit-Radio Antenne meldete sich und stellte dem Stadlander Bürgermeister eine Aufgabe: Bis Sonnabend, 12 Uhr, sollten 100 Familien mit Zelt oder Wohnwagen und Reisegepäck auf dem Rodenkircher Marktplatz campieren.

Nicht nur im Bürgermeister-Büro begann die Arbeit: Auch Tim Spiekermann, Vorsitzender des TuS Schwei, kam ins Rotieren. Er hatte Boris Schierhold die Teilnahme an der „Bürgermeisterschaft“ eingebrockt. Aber Schierhold machte gerne mit. Gemeinsam mit ihrer Gemeinde haben die Bürgermeister eine Aufgabe zu erfüllen. Gelingt dies, gibt es die Chance, eine große Party für alle Einwohner zu gewinnen.

Bei Spiekermann und Schierhold liefen am Freitagmorgen die Telefondrähte heiß: Am Nachmittag fand das erste Treffen statt. Viele Stadlander sagten ihre Hilfe zu. Die Feuerwehr informierte die Bürger mit Lautsprecherdurchsagen. Der Förderverein der Turnhalle Schwei kümmerte sich um Bratwurst, Kuchen und Getränke.

Am Sonnabendmorgen füllte sich ab 9 Uhr der Platz vor dem Rathaus: Die ersten Wohnmobile fuhren vor, Menschen kamen mit voll beladenen Autos und Fahrrädern. Im Gepäck hatten sie Zelte, Campingstühle und Tische, Thermoskannen, Spielzeug und Sportgeräte.

Das Engagement einiger Bürger riss andere mit: Inge Naß aus Rodenkirchen hatte am Morgen die Nachbarn wach geklingelt und auf den Marktplatz eingeladen. Kurz vor Mittag half sie noch mit, die letzten Zelte fristgerecht aufzubauen und einzurichten. Währenddessen genossen einige bereits das Campingflair. Zu ihnen zählten auch Wendy und Leslie Hardt sowie Mareike Netzlaff aus Schwei. Sie hatten durch den Sportverein von der Aktion gehört. Susanne Schirmer cremte sich symbolisch mit Sonnenöl ein.

„Wir brauchen 180er-Nägel, vier Stück, und einen Hammer,“ gab Conny Kirmes den Ton auf einer der Campingplatzstraßen an. Die Leiterin der Volleyballsparte des ATR leitete den Aufbau eines Volleyballnetzes, und nachdem die Utensilien von der benachbarten Genossenschaft ausgeliehen waren, begann das Baggern, Pritschen und Schmettern.

Auch aus den benachbarten Landkreisen waren Camper angereist. Günter Beck vom Reisemobilclub Elbe-Weser hatte im Radio von der Aktion gehört, einen Rundruf gestartet und sieben Gleichgesinnte über die Weser gelotst. Vier weitere Wohnmobilisten kamen aus der Region Weser-Ems.

Ob Stadland nicht ein Campingwochenende auf dem Marktplatz zur Institution werden lassen wolle, fragte Moderator Tim Wenk den Bürgermeister. Schierhold antwortete, viel lieber sei der Gemeinde die Einrichtung eines Campingplatzes in Kleinensiel. Es fehle allein an der Unterstützung der Landesregierung, so der Bürgermeister.

Um kurz nach 12 Uhr stand das Ergebnis fest: 147 Familien hatte die Radiocrew gezählt. Der Jubel der Camper war groß, und „Platzwart“ Schierhold dankte den Teilnehmern für die Unterstützung. „Wir können es packen, wenn wir zusammenhalten. Das zeichnet diese Gemeinde aus,“ sagte Schierhold.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.