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Schnupperfahrt Petit Caux begeistert immer wieder

Stadland - Zwischen Stadland und Petit Caux ist die Begeisterung auch im 23. Jahr der Partnerschaft nicht abgekühlt. Das hat die Schnupper- und Wiedersehensfahrt vom 3. bis 6. Oktober gezeigt.

44 Bürger, darunter 9 Kinder, fuhren mit. Die ältesten Teilnehmerinnen hatten ihren 80. Geburtstag schon hinter sich. An Bord waren Männer und Frauen der ersten Stunde, aber auch Interessierte, die noch nie eine Auslandsreise dieser Art unternommen hatten, berichtet Christian Köppen, der 2. Vorsitzende des Freundeskreises Petit Caux. Rainer Borchers hatte die Busfahrt organisiert.

Daniel Joffroy als President de la Communauté des Communes du Petit Caux und Patrick Martin als Vorsitzender des Partnerschaftskomitees begrüßten die Stadlander. Sie freuten sich, dass auch offizielle Vertreter der Gemeinde Stadland dabei waren: Bürgermeister Boris Schierhold, der stellvertretende Bürgermeister Helge Thoelen und Sigrid Burmester, die die Kontakte zwischen Gemeinde und Freundeskreis herstellt.

Diner in Biville

Empfangen wurden die Gäste mit einem fast dreistündigen Abendessen in Biville-sur-Mer. Die Vorsitzende des Freundeskreises, Petra Leifert, erinnerte in ihrer Ansprache an die Unterzeichnung des deutsch-französischen Partnerschaftsvertrages vor 50 Jahren. Damals gab es Zweifel an dessen Wirksamkeit, Kritiker verglichen den Vertrag mit schnell verblühenden Rosen.

Dazu sagte der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer, der auch ein bekannter Rosenzüchter war: „Diese Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland ist wie eine Rose, die immer wieder Knospen treibt und blüht.“ Darauf erwiderte der französische Staatspräsident Charles de Gaulle: „Sie haben Recht, Herr Bundeskanzler, und der Vertrag ist keine Rose, auch nicht ein Rosenstock, sondern ein Rosengarten.“

In Anspielung auf diese Zitate der beiden Unterzeichner des Élysée-Vertrages überreichten die Stadlander ihren Gastgebern einen Rosenbogen. Er soll in der nächsten Saison Rosen tragen, die nach Charles de Gaulle und Konrad Adenauer benannt worden sind.

Zum Programm der Fahrt gehörten ein freier Tag bei den Gastgeber-Familien und eine Schiffsreise auf der Seine, die in Poses, südlich von Rouen, startete. Die wunderschöne Landschaft mit grünen Steilufern und Kreidefelsen, mit pittoresken Gärten und Landsitzen, die schon die impressionistischen Maler inspiriert hatte, hinterließ bleibende Eindrücke. Dass zudem noch ein Vier-Gänge-Menü gereicht wurde, machte die Hochstimmung perfekt, schreibt Christian Köppen.

Wiedersehen im Frühjahr

Die Vorstände der beiden Partnerschaftsvereine nutzten die Gelegenheit zu einem Gespräch in großer Runde. Dabei überreichten die Stadlander ein Schild mit den Adenauer- und de-Gaulle-Zitaten für den Rosenbogen, und Boris Schierhold schenkte jedem Mitglied einen Kalender von der Seefelder Mühle. Das nächste Wiedersehen ist für Pfingsten geplant.

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