Rodenkirchen/Brake - „Miss Absen ist hier in Sicherheit“, sagt Polizeihauptkommissar Uwe Hadeler von der Wasserschutzpolizei Brake. Den Abser Wassersportlern dürfte am Freitag ein Stein vom Herzen gefallen sein, als sie die Mitteilung erhielten, dass die entwendete „Miss Absen“ – das Wahrzeichen des Hafens Absersiel in Form einer Meerjungfrau – wieder zurück ist. Sie war vor drei Wochen von einem Unbekannten entführt worden.

Am Freitagmorgen hatte Dörte Hurling-Rosenbohm im Internet ein Foto veröffentlicht. Es zeigte „Miss Absen“ auf der Hundewiese in Harrien. Daraufhin informierte unsere Redaktion die Wasserschutzpolizei Brake, die unweit davon entfernt ihre Wache hat. Uwe Hadeler sagte zu, sofort dorthin zu gehen und nach „Miss Absen“ Ausschau zu halten.

Auch Stephan Leiner hatte davon Notiz genommen. Er war sofort stark interessiert, denn sein Vater Helmut hatte den Windrichtungsanzeiger seinerzeit gebaut.

Unsere Redaktion stellte den Kontakt her. Stephan Leiner, sein Vater Helmut und auch die Kinder Jenniffer und Felix hatten „Miss Absen“, ebenso wie alle anderen Wassersportler schon sehr vermisst. Für Dörte Hurling-Rosenbohm soll es in naher Zukunft von den Wassersportvereinen auch noch eine kleine Belohnung geben.

Denn diese hatten sie schon ausgelobt, als sie Anzeige bei der Polizei erstattet hatten. „Der Dieb musste damals schon entsprechendes Werkzeug dabei gehabt haben“, mutmaßt Helmut Leiner, der seinerzeit die Meerjungfrau befestigt hat.

Nachdem jetzt die Wasserschutzpolizei die junge „Dame“ aus Metall in Obhut genommen hat, wird noch ein kurzer Bericht erstellt. Anschließend kommt dieser, gemeinsam mit „Miss Absen“, zur Polizeiwache nach Rodenkirchen.

Sobald der Vorfall dort endgültig hinsichtlich der Anzeige polizeilich „bearbeitet“ ist, können die Abser ihre Meerjungfrau wieder nach Hause holen. Sie wird wieder an der Hafeneinfahrt montiert und grüßt wie zuvor ein- und ausfahrende Boote und Schiffe.