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Gambia: Corona-Krise stoppt auch den Auto-Konvoi

23.04.2020

Rodenkirchen /Jahaly Die Projekthilfe zeigt auch massiven physischen Einsatz, um auf die Not in dem kleinen westafrikanischen Land aufmerksam und Spenden locker zu machen: Alle paar Jahre fahren Mitglieder in einem Autokonvoi durch halb Europa und durch die Sahara nach Gambia. Dort werden die Autos verkauft.

Die nächste Tour sollte am 11. Oktober starten – mitten in der Nacht ab Rodenkirchen. Doch daraus wird nichts – wegen des Corona-Virus. Der Vorsitzende der örtlichen Regionalgruppe, Dieter Lieken, hofft, die spektakuläre Tour im April 2021 nachholen zu können.

Denn die Entwicklung in Gambia ist kaum vorherzusagen. Der Vorsitzende Matthias Ketteler, der zurzeit in Gambia lebt, sagt, Einschränkungen wie in Europa seien im Gambia kaum durchzusetzen. Die Gambier können in der Regel nicht von zu Hause aus arbeiten, eine soziale Absicherung existiert nicht, Kurzarbeitergeld und Soforthilfe kann sich das arme Land nicht leisten.

Also arbeiten die Menschen weiter, kaufen auf offenen lokalen Märkten ein und drängen sich in engen Gassen zwischen den Verkaufsbuden. Kaum ein Haus hat einen eigenen Wasseranschluss; es gibt Brunnen und Zapfstellen.

Das Gesundheitswesen ist in Gambia völlig unzureichend ausgestattet. Für 2,3 Millionen Einwohner stehen 20 Intensivbetten und 3 Beatmungsgeräte zur Verfügung. Falls es viele Tote gibt, werden Unruhen befürchtet.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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