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Markthalle Rodenkirchen Überraschung gelungen: Stühle sind da

Rodenkirchen - Petra Kintscher, die Sekretärin von Bürgermeister Klaus Rübesamen, hatte den Besuchern der Vortragsgemeinschaft für Dienstagabend eine Überraschung versprochen. Und sie hat ihr Versprechen gehalten: Die Zuschauer durften als Erste auf den neuen Stühlen in der Halle Platz nehmen.

Zwei Speditionen hatten am frühen Dienstagmorgen sowohl die 600 Stühle als auch die 150 Tische angeliefert, die die Gemeinde im Spätherbst über Möbel Ostendorf in Schwei bestellt hatte. Inhaber Jürgen Ostendorf und acht seiner Mitarbeiter rissen die Verpackung der übermannshohen Stuhlpakete auf und verteilten Stuhl für Stuhl in der Halle, während in einem der Clubräume ein Tisch nach dem anderen montiert wurde.

Mitten in dem Gewusel behielt Robby Müller den Überblick. Der Mitarbeiter des Bauamtes der Gemeindeverwaltung ist eigentlich krankgeschrieben, aber diese wichtige Etappe der Restaurierung der Markthalle wollte er auf keinen Fall verpassen. „Das ist mein Baby“, sagte Robby Müller und freute sich über den Anblick der Stuhlreihen.

Alte Stühle zum Verkauf

Robby Müller hatte den Lieferungstermin mit Vorbedacht nicht öffentlich gemacht, denn es ist nicht ungewöhnlich, dass Lieferanten Termine nicht einhalten können. Im Falle der Vortragsgemeinschaft wäre das fatal gewesen: Der Bauhof hat das alte Mobiliar von Freitag bis Montag herausgetragen. Jetzt stehen die Stühle im Bauhof und sollen, soweit möglich, gegen ein geringes Entgelt verkauft werden.

Für das neue Mobiliar hat die Gemeinde rund 100 000 Euro ausgegeben. Die Stühle sind stabil, aber gut gepolstert. Wenn sie in Reihe stehen, können sie ineinander gehakt werden, was auch mittlerweile vorgeschrieben ist.

Die Tische wurden in zwei Breiten angeliefert: 60 und 70 Zentimeter. Die schmaleren sollen bei Tagungen aufgestellt werden, die künftig öfter stattfinden sollen, die breiteren bei kulinarischen Veranstaltungen. Sowohl Stühle als auch Tische seien aus europäischer Herstellung, sagte Jürgen Ostendorf; er hatte die Möbel bei einem Großhändler in Bremen bestellt.

Beim Einräumen passierte allerdings kein kleines Malheur: Eine Palette mit Stühlen fiel dem Gabelstapler von der Gabel; ein gutes Dutzend Stühle ging zu Bruch.

Bald ein neuer Tresen

Markthallen-Pächter Gerfried Hülsmann hatte sich über die Anfang der 80er Jahre angeschafften alten Tische und Stühle nicht nur beklagt, sondern sie oft auch selbst repariert. Aber irgendwann sei eine Reparatur eben nicht mehr möglich, sagte Robby Müller.

Auch der Tresen kann nicht mehr repariert werden. Er ist als nächstes dran, möglichst noch vor der Sommerpause, kündigte Bürgermeister Klaus Rübesamen an.

Danach folgt die Erneuerung des Fußbodens, der aus Industrieparkett besteht; es soll abgeschliffen und, wo nötig, ersetzt werden. 1,2 Millionen Euro sind für die Restauration der Halle veranschlagt, aber anders als erhofft fließen keine Fördermittel.

Nicht nur deshalb soll kostenbewusst saniert werden. So soll die Zapfanlage aus Edelstahl auch im neuen Tresen verwendet werden, kündigte Robby Müller an. Der neue Tresen werde gemauert sein und feste Unterbauten für die Geräte enthalten.

Auf dem Plan stehen auch noch die Erneuerung von Decke und Deckenbeleuchtung sowie von Türen und Wänden. In welchem Ausmaß die Küche renoviert werden soll, ist offen.

Robby Müller jedenfalls freut sich, dass nach der Erneuerung der Heizung mit dem Austausch der Möbel ein weiterer großer Schritt gelungen ist. „Das war dringend nötig“, sagt der Bauamtsmitarbeiter. Denn erstens waren wegen der schlechten Möbel schon Veranstaltungen abgesagt worden, und zweitens könne die Markthalle ihre Möglichkeiten mit dem neuen Mobiliar viel besser ausschöpfen.

„Wir können die Markthalle locker 40 Stunden pro Woche mehr auslasten“, ist Robby Müller überzeugt.

Henning Bielefeld
Henning Bielefeld Redaktion Nordenham (Stv. Leitung), Redaktion Stadland
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