• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Stadland

Feuerwerk bleibt nun doch am alten Platz

02.09.2017

Rodenkirchen Alles Argumentieren half nichts: Das Feuerwerk zum Abschluss des Rodenkircher Marktes wird nicht in der Nähe des alten Klärwerks abgebrannt. Sondern es bleibt auf dem Wendehammer bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft.

Das ist das Ergebnis eines Gesprächs der Anlieger mit Robert Merkel, dem Prokuristen der Firma Rohr-Feuerwerke in der Wedemark (Kreis Hannover), am Freitagnachmittag. Bürgermeister Klaus Rübesamen und Marktmeister Hannes Miek nahmen an der Zusammenkunft unweit des alten Klärwerks teil, hielten sich aber zurück.

Grund für die ablehnende Haltung vieler Anwohner: 2009 war das Feuerwerk schon einmal kurzfristig auf diesen Platz verlegt worden. Und das hat vor allem das Ehepaar Roswitha und Gerold Ahlers in denkbar schlechter Erinnerung, denn es hat ihnen so manche schlaflose Nacht verschafft. Mehrere brennende Reste von Feuerwerkskörpern waren damals auf ihr Haus gefallen, zudem waren Fenster und Wände vom Rauch des Feuerwerks stark verschmutzt, wie sie berichteten. „Das Haus wäre abgebrannt, wenn wir nicht zu Hause gewesen wären“, sagte Roswitha Ahlers aufgewühlt.

Damit sie nicht im Zweifelsfall allein stehen, hatten die Rentner ihre Nachbarn Traute und Uwe Renken als Unterstützer mitgebracht, deren Haus nicht mehr zur Sicherheitszone gehört. Aber auch bei ihnen waren damals brennende Raketenreste auf das mit Teerpappe gedeckte Dach der Gartenlaube gefallen. Glücklicherweise wurden sie gleich von der Feuerwehr gelöscht, die bei jedem Feuerwerk im Einsatz ist.

Die Bewohner der Sicherheitszone waren von Marktmeister Hannes Miek Ende Juli per Brief aufgefordert worden, ihre Häuser während des Feuerwerks zu verlassen. Auch das lehnte nicht nur das Ehepaar Ahlers ab. In dem Brief steht auch, dass das Feuerwerk nur dann am Klärwerk abgebrannt wird, wenn die Anwohner damit einverstanden sind.

Robert Merkel, der nach eigenen Angaben nicht für das Feuerwerk 2009 verantwortlich war, sagte, er wolle in diesem Jahr in Rodenkirchen etwas Neues versuchen, das andernorts gut angekommen sei: Ein Feuerwerk nicht mehr in bis zu 140 Metern Höhe, sondern nur noch in 40 bis 50 Metern Höhe, dafür mit kleineren, aber schneller abgeschossenen Effekten – fast wie beim Finale. Ein solches Feuerwerk lasse sich beim alten Klärwerk leichter abbrennen als auf dem Wendehammer. Doch davon ließ sich das Ehepaar nicht umstimmen.

Aber über einen Kompromissvorschlag von Robert Merkel, den Klaus Rübesamen unterstützte, wollen sie nachdenken: Der größte Teil des Feuerwerks wird, wie gewohnt, auf dem Wendehammer abgebrannt, ein kleiner Teil zur Probe am alten Klärwerk. Vielleicht, hofft Robert Merkel, könnte dieser 30-Sekunden-Test das Ehepaar doch noch überzeugen.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.