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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Stadland

Bald wieder bei Ostwind tagelang eingenebelt?

14.04.2018

Rodenkirchen Die Gemeinde will Rechtsmittel gegen das Verbrennen von Treibsel auf dem Ostufer der Weser einlegen. Das hat der Infrastrukturausschuss des Rates jetzt auf Antrag des CDU-Fraktionschefs Günter Busch einstimmig empfohlen.

Am 14. März hatte der Landkreis Cuxhaven dem Sommerdeichverband Osterstade unter Auflagen gestattet, wieder Treibsel zu verbrennen. Grund: Die Verbrennung ist die mit Abstand günstigste Form der Beseitigung. Es kostet etwa 5 Euro, einen Kubikmeter Treibsel zu verbrennen – und darin ist die Entfernung von Kunststoff, Holz und Glas schon enthalten. Kompostierung kostet mehr als das Vierfache.

Insgesamt geht es um rund 13 000 Kubikmeter Treibsel, das nach Mitteilung des Sommerdeichverbandes auf dem oldenburgischen Weserufer gewachsen und bei Sturmflut aufs Ostufer getrieben ist.

Günter Busch sagte, seit 2004 sei Treibsel nicht mehr verbrannt worden. Es werde nicht gelingen, die Verbrennung komplett zu verbieten, wohl aber bei Ostwind.

Die Grünen-Fraktionschefin Elke Kuik-Janssen erinnerte an die Zeiten, als Treibsel noch verbrannt wurde: „Wir sind bei Ostwind tagelang eingenebelt worden – und das bei gutem Wetter.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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