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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Stadland

Mühle In Seefeld: Nicht immer muss der Profi ran

23.02.2019

Seefeld Wer ein köstliches Bier trinken will, der bestellt es beim Wirt oder kauft es im Geschäft. Und wer wissen will, wie er sein Bier selbst brauen kann, bucht einen Kursus bei einem Braumeister. Aber selbst ein Bier brauen ohne Profi? Geht das? Und, vor allem, schmeckt das?

Wie Fynn Kliemann

„Es geht“, ist Erik Reimers überzeugt. Ob es schmeckt, wird sich zeigen – und zwar am Sonnabend, 2. März. Dann bietet der 18-jährige Nordenhamer, der gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Seefelder Mühle absolviert, sein erstes Bierbrauer-Seminar an. Ohne Braumeister, aber mit Vorbildung aus einem Youtube-Video von Fynn Kliemann.

Es war genau dieses Video, das Erik Reimers auf den Geschmack gebracht hat. Fynn Kliemann ist ein Youtube-Star, der sich selbst Heimwerker-King nennt. Er hat sich in Rüspel bei Zeven ein drei Hektar großes Gelände gekauft, das er zu einem Do-it-yourself-Dorado („Kliemannsland“) ausbaut. Hier zelebriert er mit vielen Anhängern bewusstes Dilettantentum ohne Angst vor dem Scheitern, aber in der Hoffnung, seine Fähigkeiten zu erweitern. Über allem steht das Motto „Einfach mal machen“.

Dieses Motto macht sich Erik Reimers zu eigen. Es passt gut in die Zeit: Das Bierbrauer-Seminar ohne Profi war fix ausgebucht. Die sechs Teilnehmer, die jeweils zu zweit 20 Liter Weizenbier erzeugen werden, zahlen 17 Euro für diese einmalige Erfahrung. Sollte der Mut belohnt werden und das Bier schmecken, will Erik Reimers weitere Kurse anbieten.

Warum gerade Weizenbier? „Weil es einfach herzustellen ist“, antwortet Erik Reimers. Stimmt: In dem Spruch „Einfach mal machen“ steckt ja das Wort „einfach“. Beim Weizenbier entspreche die Gärtemperatur der Zimmertemperatur, und es würden nicht verschiedene Hopfensorten gebraucht.

Aber Malz muss geschrotet werden. Kein Problem: Wozu ist man in der Mühle? Zusammen mit den freiwilligen Müllern hat Erik Reimers in einer Motormühle probeweise vier Kilo Malz zerkleinert.

Übrigens leitet Erik Reimers den Kursus nicht allein. Sein Freund Eric Kieselhorst hilft mit. Auch er ist kein Brauer, versteht aber viel von Chemie und kann die Vorgänge beim Brauen erklären.

Am ersten April-Wochenende geht es weiter mit Do it yourself. Diesmal können unter freiem Himmel Gartenmöbel hergestellt werden – wieder ohne Profi. Aber mit Jugenddiakon Hauke Bruns von der Evangelischen Jugend Oldenburg (EJO), der in seinem feuerroten Werkstattwagen mit den erforderlichen Werkzeugen anrückt.

Neue Dokumentarfilme

Gesche Gloystein, die Geschäftsführerin der Seefelder Mühle, begleitet das Projekt ihres FSJlers mit großem Wohlwollen. „Eigentlich ist die Idee nicht neu“, sagt sie, „im Grunde war sie nie weg.“ Gesche Gloystein stellt sie in einen größeren Zusammenhang und erinnert an den britischen Autor und Farmer John Seymour (1914 bis 2004), der in den 70er Jahren mit dem „Großen Buch vom Leben auf dem Lande“ unzählige zivilisationsmüde Städter beeindruckte und ihnen schilderte, wie sie sich selbst helfen können, und an Jean Pütz mit seiner „Hobbythek“ im Fernsehen.

Für diesen Trend gibt es auch ein Modewort: Nachhaltigkeit. Und deshalb passt das FSJ-Projekt gut in das Jahresprojekt der Mühle „Gutes Morgen, Stadland!“ Es wird fortgesetzt – unter anderem mit drei Dokumentarfilmen, die Lösungsmöglichkeiten für die Probleme unserer Erde aufzeigen sollen. Im vergangenen Jahr hatten drei Filme die Missstände verdeutlicht.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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