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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Stadland

„Die Diskussion beginnt jetzt erst“

26.10.2019

Seefeld Dieter Tönjes, der ehemalige Ortsbrandmeister von Reitland, hat in seiner Zeit als aktiver Feuerwehrmann schon viele schlimme Situationen erlebt. Besonders sind ihm die bislang vier Frontal-Unfälle an der Landgaststätte Seefelder Schaart in Erinnerung – gerade auch der jüngste.

„Ich habe schlaflose Nächte gehabt“, gestand der Brandretter, der kurz vor dem Ende seiner aktiven Zeit steht, am Donnerstagabend in der öffentlichen Sitzung des Feuerwehrausschusses des Rates. Er war mit den Vorschlägen von Andreas Hoppe von der Verkehrsbehörde der Kreisverwaltung – Sandkasten und Hochbord vor der Gaststätte – absolut nicht einverstanden. Alle übrigen Teilnehmer der Sitzung sahen es genauso wie Dieter Tönjes.

„Eher ein Ziel“

„Der Termin des Infrastrukturausschusses am Seefelder Schaart war nicht das Ende einer Diskussion, sondern ihr Beginn“, sagte Siegmar Wollgam, Vorsitzender sowohl der SPD-Fraktion als auch des Feuerwehrausschusses. Auch Bürgermeister Klaus Rübesamen (SPD) will deutlich mehr als die Verkehrsbehörde – und das so schnell wie möglich: „Nächste Woche marschiere ich los“, sagte er am Freitag der NWZ.

Klaus Rübesamen will mit der Kreisverwaltung, der Straßenmeisterei Nordenham und der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr über die Angelegenheit sprechen. Er lehnt Hoppes Vorschläge ab: „Die Sandkiste mit den rot-weißen Schraffen könnte Autofahrern mit Suizid-Absicht eher als Ziel dienen, und die vorgeschlagene Herstellung eines Hochbords an dem Radweg vor der Gaststätte könnte die Autos zum Fliegen bringen“, fürchtet er.

Aus seiner langjährigen Erfahrung als Polizeibeamter schlägt Klaus Rübesamen vor, auf der Kreisstraße aus Richtung Osterseefeld Verkehrsinseln anzubringen, die Autofahrer ausbremsen. Statt des Radwegs vor dem Schaart sollten diese Inseln mit Hochborden versehen werden.

Busch für Schwellen

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Günter Busch schlug in der Sitzung drei Schwellen auf der Kreisstraße vor, jeweils 1,60 Meter breit, die mit 35 Zentimeter großen Hochborden versehen werden. „Die stoppen kein Treckergespann und keinen Schulbus, wohl aber eine Hochgeschwindigkeitsfahrt“, argumentierte Busch. Er erneuerte seinen Vorschlag, vor dem Seefelder Schaart eine Leitplanke anzubringen. Das wiederum lehnt Klaus Rübesamen ab.

Der Bürgermeister hat auch die Sicherheit von Radfahrern, Fußgängern und Gaststättenbesuchern im Blick. Dazu sagte der Seefelder Ortsbrandmeister Stephan Hennings, dass Unbeteiligte schon mehrfach bei diesen Frontalunfällen nur durch sehr viel Glück nicht zu Schaden oder gar zu Tode gekommen seien – auch beim Vorfall am 1. Oktober.

Ratsherr Olaf Helwig (WPS) erinnerte daran, dass im Zuge der Planung der Dorferneuerung solche Hindernisse vorgeschlagen worden seien – mit Kostenschätzung. Darauf müsse nun zurückgegriffen werden.

„Jetzt muss schnell etwas passieren“, sagt Klaus Rübesamen. „Wir haben schon viel zu lange gewartet.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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