STADLAND - Zum 30. Mal wurde am Pfingstsonntag der Baum der Reitlander Freiwilligen Feuerwehr in die Höhe gehievt. Doch es lief nicht alles so glatt wie geplant.
Der Geschmückte Pfingstbaum war von seinem angestammten Platz bei Gerd und Hanna Thienken abgeholt und mit musikalischer Begleitung des Fanfaren- und Spielmannszuges Seefeld zum Feuerwehrhaus gebracht worden. Als der Baum in die Höhe gestemmt und gezogen wurde, stellten die Feuerwehrkameraden fest, dass die roten und blauen Bänder an der Krone noch nicht entrollt waren. Also wurde der Mast wieder heruntergelassen.
Auch das Aufziehen der Vereinsfahne musste wiederholt werden, da sie zunächst falsch herum zu hängen schien. Und dann hatte der Ortsbrandmeister Dieter Tönjes bei seiner Begrüßung Probleme mit dem Mikrofon. „Nach 30 Jahren Pfingstbaumsetzen darf auch einmal etwas verkehrt laufen“, scherzte der Ortsbrandmeister, der in seiner Funktion zum letzten Mal die Pfingstgäste begrüßte. In den 30 Jahren habe es beim Aufstellen des Baumes noch nie geregnet, freute sich Dieter Tönjes über einen positiven Aspekt und dankte dem Wettergott.
Unter den Gästen waren auch Vertreter von Rat und Verwaltung, Abordnungen der örtlichen Vereine und die Kameraden der befreundeten Wehr aus Cleverns. Unter dem Pfingstbaum sorgten die „Blue Lights“ von der Freiwilligen Feuerwehr Jaderberg mit ihren teils akrobatischen Tänzen für Unterhaltung. Danach begaben sich die Gäste ins Festzelt bei Live-Musik und einer Blumentombola. Ein Kuchenbüfett sorgte für das leibliche Wohl. Die Kinder vertrieben sich die Zeit auf der Hüpfburg oder konnten auf einem Feuerwehrauto durch das Dorf mitfahren.
Am Nachmittag nahmen insgesamt zehn Mannschaften am Völkerballturnier teil. Der SC Haudaneben mit Speilern aus Reitland und Seefeld gewann das Turnier, gefolgt von der SG Biwak-Vollpfosten und den Sahneschnitten. Mit Gesängen wie auf dem Fußballplatz feierten sich die Gewinner und Platzierten.
Pfingstfest in Kleinensiel
Erstmals wurden die beiden Pfingstkönigspaare mit Julie Weßels aus Kleinensiel und Justus Huppert aus Rodenkirchen bei den Kindern sowie Fabienne Scheiffarth aus Nordenham und Thorsten Bathe aus Kleinensiel mit dem Trecker von Rolf Schmidt, einem Eicher 15/II, durch den Ort gefahren. Das Musik- und Majorettenkorps aus Elsfleth ging dem Umzug voran.
Gemeinsam wurde der Pfingstbaum aus seinem Winterquartier abgeholt. Der Vorstand des organisierenden Bürgervereins Kleinensiel freute sich über die vielen Helfer beim Schmücken und Aufstellen des Baumes und bedankte sich bei allen Mitwirkenden.
Die Kleinensieler zogen ihren schweren Mast anschließend auf einem Rollwagen zu seinem Standplatz beim Dorfgemeinschaftshaus, wo er sodann mit einer Seilwinde aufgerichtet wurde. Dort ließen die Mitglieder und Freunde des Bürgervereins den Abend in gemütlicher Runde ausklingen.
Zweitägiges Fest in Absen
Mit einem zweitägigen Fest beging die Dorfgemeinschaft Absen ihr Pfingstfest. Während am Sonnabend am Abser Hafen der Pfingstbaum mit dem Trecker in die Höhe gehievt wurde und der Jugend- und Musikzug Rodenkirchen das Geschehen begleitete, sorgte das Blasorchester der Turn- und Musikvereinigung Rodenkirchen am Sonntag beim Frühschoppen für den musikalischen Rahmen.
Viele Gäste nutzten die Gelegenheit zum Erbsensuppe-Essen mit „Begleitung“. Dabei erzählte die Schriftführerin Anke Haase-Berkhout ihre Döntjes zum Vergnügen der Besucher.
