Rodenkirchen - Wirtschaftswege werden vor allem von Lastwagen beschädigt. Das sagte Dr. Hans-Heinrich Kowalewsky in der Markthalle.

Vielen Zuhörern fiel sofort eine bestimmte Art von Lastern ein: Müllfahrzeuge. Der Stadlander Bürgermeister Boris Schierhold sagte, dafür sei der Kreis und nicht die Gemeinden. Er bedauerte, dass viele Kreistagsabgeordnete, die auch Ratsmitglieder sind, sich nicht stärker gegen diesen Missstand engagieren.

Der Jader Bürgermeister Henning Kaars sagte, in seiner Gemeinde hätten Bürger schnelle Müllwagen auf Wirtschaftswegen angehalten – auch mehrfach. Das habe schließlich Erfolg gehabt. Er sprach sich aber auch dafür aus, dass die Müllentsorger auf diesen Wegen Pritschenwagen einsetzen und den Müll in Säcken abfahren und nicht mehr in Tonnen.

Und er appellierte an die Gemeinderäte, sich um das Thema Achslast zu kümmern. Meent Bruncken, CDU-Bürgermeister-Kandidat in Butjadingen, sprach sich klar gegen eine Straßenausbaubeitragssatzung in seiner Gemeinde aus. Denn sie werde die Sanierung von Wirtschaftswegen verhindern, weil viele Anwohner die Kosten nicht aufbringen könnten.

Andrea van Eijden, Großenmeer, sagte im Namen des niedersächsischen Lohnunternehmerverbandes, es sei genau richtig, die Achslast auf 8,5 Tonnen zu begrenzen und Tempo 30 auf Wirtschaftswegen einzuführen. Sie halte ihre Fahrer schon jetzt dazu an, nicht schneller zu fahren. Das habe aber manchmal zur Folge, dass die Auftraggeber ihnen unterstellten, sie wollten Zeit schinden, um höhere Rechnungen schreiben zu können. Das dürfe nicht mehr vorkommen.