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Haarentor – Geschichte eines Stadtteils

Der Oldenburger Fotograf Rüdiger Buhl zeigt historische Bilder seines Stadtteils Haarentor rund um die Ammerländer Heerstraße.

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NWZonline.de Stadtgeschichte Oldenburg Geschichte Haarentor

Auf der Spur legendärer Tanzlokale

31.12.2015

Donnerschwee /Haarentor „BB“, Astoria, Krückeberg, Reckemeyer, Hufeisen, Grüner Jäger, Storchennest oder Wöbken: Die Namen dieser über die Stadt verteilten Tanzlokale ist Musik in den Ohren derer, die in den 50er- bis 70er-Jahren zu den Klängen der Convairs“ oder „Jade Combo“ ihre Runden auf dem Tanzparkett drehten.

Die beiden Filmemacher Norbert Pollak und Gerold Kehmeier haben sich der Geschichte dieser Tanzlokale angenommen, in denen sich die jungen Leute vergnügten, bevor die ersten Diskotheken eröffneten. Die Resonanz auf einen Bericht in der NWZ , in dem Zeitzeugen aufgefordert wurden sich zu melden, war riesig, freuen sich die beiden 64 Jahre alten Filmemacher. Auf zwei Din-A4-Seiten haben sie Kontaktdaten von Menschen notiert, die etwas aus dieser wilden Zeit zu erzählen haben. Pollak: „Wir haben wohl in ein Wespennest gestochen.“ Gemeldet haben sich vor allem ehemalige Mitglieder der Bands, die damals auftraten oder die Betreiber der Tanzlokale wie etwa Hans-Hermann Wöbken, dessen Betrieb auch heute noch läuft.

Angerufen hat beispielsweise auch Else Wehen, die damals das legendäre Tanzlokal Krückeberg an der Ammerländer Heerstraße führte. Die rüstige Dame feierte im Juni ihren 100. Geburtstag und erinnert sich lebhaft an die großen Stars der damaligen Zeit, die bei ihr ein und ausgingen: Die Schlagersänger Chris Howland und Gottlieb Wendehals und Komiker Karl Dall kannte Else Wehen geb. Krückeberg persönlich. Zusammen mit ihrem Mann Dietrich führte sie 23 Jahre lang das ehemalige Tanzlokal Krückeberg an der Ammerländer Heerstraße. „Krückeberg“ war viele Jahre lang ein Anlaufpunkt für Tanzfreudige. Geführt wurde es von der Familie Krückeberg und Wehen. 1905 hatte Gustav Krückeberg das damalige Vorstadtrestaurant H. Diek’s Restaurant „Zur Linde“ gekauft. Zehn Jahre später, am 27. Juni 1915, wurde seine jüngste Tochter Else geboren. Im Alter von 19 Jahren heiratete sie Dietrich Wehen. Das Paar bekam fünf Kinder, vier Töchter und einen Sohn. Als Else Wehens Eltern im Jahr 1947 starben, übernahmen sie und ihr Mann das Lokal. Bis 1970 führte sie das Lokal, dann übernahmen ihr Sohn Gustav Wehen und seine Frau den Betrieb. „Bis 1986, dann kamen die Diskotheken“, so Hannelore Wehen. „Aber alles hat eben seine Zeit“. Und die war sehr bewegt. Dreimal in der Woche spielte eine Live-Band. 1962 wollte auch Udo Jürgens auftreten. Aber der war ihnen damals nicht bekannt genug. Historische Artikel und Fotos aus Oldenburg-Haarentor finden Sie im NWZonline-Spezial „Stadtgeschichte Oldenburg“.

Daran erinnert sich auch Horst Klemmer, Seniorchef der Miss Germany Corporation, der seine ersten Schönheitswahlen Anfang der 60er-Jahre bei Krückeberg moderierte. Auch er hat sich bei Pollak und Kehmeier gemeldet. „Wir haben schon so viel Material bekommen, dass es für zwei Filme reicht“, erzählen die beiden, die seit frühester Jugend befreundet sind.

Was fehlt, sind Aufnahmen direkt aus den Tanzlokalen – von Familienfeiern beispielsweise. Wer Bilder oder Filmaufnahmen davon zur Verfügung stellen möchte, kann sich melden unter Tel 4 23 92, info@oldenburg-film.net oder


     www.oldenburg-film.net 
Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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