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50 Jahre Oldenburger Fußgängerzone

NWZonline und Werkstattfilm erzählen mit historischen Fotos von der Geschichte der ältesten Fußgängerzone Deutschlands.

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NWZonline.de Stadtgeschichte Oldenburg 50 Jahre Oldenburger Fußgängerzone

Stadt auch nach 50 Jahren Ehe attraktiv

15.07.2017

Oldenburg Die Fußgängerzone wird 50 – und mit ihr gibt es nicht nur jede Menge Geburtstage, sondern auch den ein oder anderen 50-jährigen Hochzeitstag. So auch bei Werner und Christel Hegeler und Fritz-Egon Bode und seiner Frau Inge – sie alle haben im September 1967 geheiratet. Zeit einmal zurückzublicken.

Zunächst 25 Jahre zurück: Denn schon zum 25-jährigen Bestehen der Fußgängerzone spazierten vier Paare durch die Innenstadt und unterhielten sich. Sabine und Gaston Kirchner, Werner und Christel Hegeler, Inge und Fritz-Egon Bode sowie Lotte und Detlef Janssen. Damals waren noch Vertreter der Stadt Oldenburg mit dabei und die Paare feierten einen „Abend der Erinnerungen“, als sie sich im Ratskeller trafen.

Treffen nach 25 Jahren

Den Ratskeller gibt es noch heute und auch zwei Paare haben sich 25 Jahre später erneut verabredet. Bei typisch Oldenburger Schmuddelwetter treffen sich die Hegelers mit Fritz-Egon Bode. Seine Frau Inge ist leider nicht mehr so mobil und kann ihren Mann nicht wie früher begleiten. Also schwelgt er für sie beide in Erinnerungen.

Während Fritz-Egon Bode, der bis zu seiner Pensionierung bei der Bundeswehr arbeitete, aus Eversten tapfer durch den Regen in die Stadt stapft, nehmen die Hegelers meistens das Fahrrad. Beim Lappan treffen sie aufeinander und machen sich auf den Weg zum Café Berger – eigentlich ein schöner Treffpunkt, um sich gemeinsam zu erinnern. Die Hegelers verbinden einen besonderen Moment mit dem Café. Nach ihrer standesamtlichen Trauung 1967 tranken sie dort mit ihren Trauzeugen einen Kaffee. Und als sie in der Innenstadt Hochzeitsfotos machen wollten, musste Christel Hegeler es irgendwie im schicken Kleid und Schuhen über Sandberge schaffe, die für die Fußgängerzone benötigt wurden. Für Fritz-Egon und Inge Bode war die Fußgängerzone leider ein kleines Hindernis in der Heiratsplanung: Schließlich mussten sie sich so von dem Traum mit einer Kutsche durch die Innenstadt zu fahren, verabschieden.

Zurück in die Gegenwart: Das traditionsreiche Café macht leider Betriebsferien und so verschlägt es die drei in ein Café am Markt. 25 Jahre liegen zwischen den beiden Treffen und doch findet das Gespräch schnell seinen Rhythmus. Beide Ehepaare haben zwei Kinder und drei Enkel. Werner Hegeler erzählt aus seinem Berufsleben. Der Goldschmied arbeitet auch heute noch zwischendurch für das Juweliersgeschäft seiner Tochter, die er auch selbst ausbildete. Die Arbeiten, die er übernimmt, erledigt er zuhause in der Haßforter Straße. „In der Straße hatte ich meine erste Wohnung“, erzählt Fritz-Egon Bode.

Und auch darüber hinaus gibt es einige Gemeinsamkeiten zwischen den Bodes und den Hegelers: Beide Paare fahren seit Jahren Opel. Werner Hegeler mittlerweile einen Zafira, Fritz-Egon Bode einen Omega. „Das ist wirklich ein schönes Auto“, sagt Werner Hegeler und die Männer verlieren sich eine Weile in Fachsimpeleien, bevor das Gespräch zurück zur Fußgängerzone steuert.

Angst vor Fußgängerzone

Damals war Werner Hegeler noch kein selbstständiger Goldschmied, sondern arbeitete in dem Juweliergeschäft Morawitz, welches sich in der Gaststraße befand. „Mein Chef hatte richtig Angst vor der Fußgängerzone“, erzählt Hegeler. „Er hat immer gesagt: ,Die Leute wollen direkt vor dem Laden vorfahren und parken, die wollen nicht zu Fuß gehen‘.“ Zum Glück kam es dann zum Schluss doch anders und es strömten immer mehr Kunden in das Geschäft und es wurden sogar neue Mitarbeiter eingestellt.

„Erinnert ihr euch noch daran, wie es vor der Fußgängerzone war?“, fragt Bode. „Da wurden die Fußgänger von den großen Bussen teilweise an die Geschäfte gedrückt, so eng war das“, erzählt er. „Ja, besonders bei der Hirsch-Apotheke war es schlimm“, bestätigt Christel Hegeler.

Was ist noch – 50 Jahre nach Eröffnung der Fußgängerzone – schöner in Oldenburg geworden? „Die Gegend um den Winkelgang hat sich positiv verändert“, findet Bode. Die Hegelers vermissen jedoch so mache Gaststätte, wie das Steffmann. „Aber immerhin Karins Krone gibt es noch und auch ins Fiddlers gehen wir gerne mal“, sagt Christel Hegeler. Die Oldenburger Innenstadt hat also auch nach 50 Jahren Ehe noch einiges zu bieten und ist und bleibt attraktiv.

Lina Brunnée
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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