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50 Jahre Oldenburger Fußgängerzone

NWZonline und Werkstattfilm erzählen mit historischen Fotos von der Geschichte der ältesten Fußgängerzone Deutschlands.

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NWZonline.de Stadtgeschichte Oldenburg 50 Jahre Oldenburger Fußgängerzone

Was das Lebensgefühl der 60er ausmacht

18.07.2017

Oldenburg Weltweite Krisenherde, innenpolitische Konflikte, aber auch ein bis heute faszinierender Aufbruchsgeist in Politik, Gesellschaft und Kultur – das sind Facetten des spannungsreichen Jahres 1967. „Beat oder Bieder – Oldenburg und das Jahr 1967“, die neue Ausstellung im Stadtmuseum, beschreibt diese Zeit. Ob eine Jacke von Mitch Mitchell, dem Schlagzeuger der Jimi Hendrix Experience, der Schreibtischstuhl des damaligen Bundeskanzlers Kiesinger aus dem Kanzleramt oder auch prägende Bildikonen der Zeit: Zahlreiche Objekte, Bilder und Dokumente lokaler und nationaler Leihgeber bieten einen Einblick in jene zwölf Monate, in denen sich viel von dem andeutete, was heute mit den ‚68ern‘ verbunden wird. In Oldenburg wurden am 1. August 1967 die wichtigsten Straßen des Stadtkerns für den Autoverkehr gesperrt: Die Fußgängerzone entstand. Besucher können sich auf eine unterhaltsame und informative Zeitreise in jenes Jahr begeben.

„Die Oldenburger Fußgängerzone war zwar nicht die erste ihrer Art, aber erstmals in Deutschland wurde eine solche Maßnahme in einem weitgehend geschlossenen Stadtkern durchgeführt“, betont Dr. Andreas von Seggern, Leiter des Stadtmuseums. Nach anfänglicher Skepsis insbesondere bei vielen Geschäftsinhabern der Innenstadt, habe sich die Fußgängerzone in den folgenden Jahrzehnten zu einem Erfolgsmodell entwickelt und präge bis heute das Stadtbild.

Natürlich schaut die Ausstellung insbesondere

auf Oldenburg: Hatten internationale Entwicklungen und nationale Ereignisse einen Einfluss auf den Alltag der Menschen vor Ort? Was bewegte die Oldenburger, in welchem Rhythmus schlug der Puls der Stadt?

„Wir gehen diesen Fragen in ausgewählten Schlaglichtern nach“, berichtet Franziska Boegehold, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Stadtmuseum. „Die Besucher dürfen gespannt sein auf zahlreiche, zum Teil erstmals gezeigte Fotografien, vor allem des Oldenburger Bildreporters Günter Nordhaus. „Beat oder Bieder“ wird sich durch alle drei Villen des Stadtmuseums ziehen, insgesamt ist die Ausstellung somit auf 18 Räume verteilt. Dies geschieht in Form von Stellwänden mit Texten, Fotos, aber auch Objekten und Videos; und es wird Hörstationen geben, an denen man Songs aus dem Jahr 1967 hören kann.

Da die beiden Sonderausstellungsflächen Hüppe-Saal und Neue Galerie bereits von der Ausstellung „Höchste Eisenbahn“ belegt sind, nutzt das Stadtmuseum erstmals die Dauerausstellungsräume der Villen für eine Sonderausstellung. „Die temporären Veränderungen durch diese Villen-Intervention eröffnen vielleicht neue Blickwinkel auf die historischen Räumlichkeiten“, meint von Seggern.

Wenn sich die „Villen-Intervention“ bewährt, könnten häufiger kleine oder größere Themen in den historischen Villen ausgestellt werden, deutet der Leiter an. „Wir haben dafür spezielle moderne Stellwände anfertigen lassen, die flexibel verwendbar sind.“ Man kann Regalböden für Objekte einziehen, man kann aus den Wänden Würfel und Säulen formen oder mehrere Wände zu größeren Elementen zusammensetzen.
Die Ausstellung öffnet am Sonntag, 30. Juli, um 11 Uhr. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Band „Heart of Gold“ mit Songs aus den 1960er-Jahren. Der Motor-Sport-Club Oldenburg zeigt vor dem Museum von 10 bis 14 Uhr Oldtimer aus der Zeit.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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