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Laster umgekippt – Sperrung der A1
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Aktualisiert vor 29 Minuten.

Unfall Bei Vechta
Laster umgekippt – Sperrung der A1

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Der Oldenburger Hafen

Die Promenade am Stau vom „Schwan“ bis zu „Heini am Stau“ war noch bis in die 1980er-Jahre hinein Umschlagplatz für Waren, die auf der Hunte transportiert wurden. In den vergangenen Jahren hat sich der „Alte Stadthafen“ enorm verändert.

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28.12.2016

Oldenburg Ein Spaziergang am Oldenburger Stadthafen im Jahr 2016: Wir beginnen an der Hafenpromenade am Anleger für die Börteboote, schlendern am Alten Kran vorbei, lassen den „Schwan“ und das Bundesbankgebäude hinter uns, lächeln den Gästen des „Gratin Cafés“ freundlich zu und nähern uns der Agentur für Arbeit. Anschließend geht es, immer am Wasser entlang, an nagelneuen Wohneinheiten, inklusive Spielplatz, vorbei, und wir beenden den kleinen Ausflug am Restaurant „Heini am Stau“ und dem Wasserturm an der Bahn.

Hier, an den Bahngleisen Richtung Bremen und Osnabrück, endet heute die Innenstadt. Industrie, Verladekräne und Speicher – all das sucht man bis hierhin vergebens. Doch noch vor 30 Jahren sah die Welt im Stadthafen ganz anders aus. Wohl kein anderes Viertel der Stadt, zumal ein derart zentrales, hat sich in so kurzer Zeit so umfassend verändert.

Gerade am nördlichen Hunteufer lassen sich die Gebäude, die älter als 30 Jahre sind, an einer Hand abzählen, zum Beispiel die vier Klinkerbauten, die früher zum Schlachthof gehörten. Von hier aus zogen unangenehme Gerüche den Stau hinunter. Auch wenn Getreide geliefert wurde, stank es am Hafen, und die Oldenburger Nasen in der östlichen Innenstadt übten sich im Rümpfen. Der Schlachthof und auch das 50 Meter hohe Getreidesilo, das an der Stelle der heutigen Agentur für Arbeit stand, verschwanden in den 1980er-Jahren – für den Hafen eine Zeit der Umbrüche.

Vorher-Nachher-Fotos und weitere Artikel vom Oldenburger Hafen finden Sie in unserem Spezial „Stadtgeschichte Oldenburg: Der Oldenburger Hafen“.

Jahrhundertelang hatten Fischkutter und Handelsschiffe in der Stadt, nur wenige Meter vom Zentrum entfernt, festgemacht. Besonders nach Ausbau und Begradigung der Hunte, Mitte des 19. Jahrhunderts, florierte der Handel auf dem Wasser. Auch der Bau des Küstenkanals 1935 brachte einen Schub. Beidseitig der Hunte siedelten sich Betriebe an, die die Oldenburger Wirtschaft lange Jahre mit prägen sollten: Brand-Werft, Glashütte, Schlachthof, Rhein-Umschlag, Eisfabrik, Landwirtschaftliche Zentral-Genossenschaft.

Die Kräne, die Holz, Torf, Getreide und mehr zwischen den Schiffen und Lagerhallen transportierten, gehörten zum Stadtbild wie der Pulverturm oder das PFL. Damals reichte der Wasserlauf bis zur Staustraße. In den 1930er-, 1960er- und 1980er-Jahren wurden größere Teile des Hafens verrohrt und überbaut. Die Verdrängung aus der Innenstadt hatte begonnen.

Die Umschlagsanlagen zogen in den 1980er-Jahren hunteabwärts, ans Südufer und jenseits der Bahnschienen. Das ehemalige Elektrizitätswerk am Wendehafen, in dem zuletzt Kissen und Decken mit Federn gefüllt worden waren, wurde abgerissen. Und plötzlich war da jede Menge Platz. Anstelle des Kraftwerks entstanden 1985 Gewerbe- und Wohnhäuser. Das Motto lautete „Wohnen, Arbeiten und Freizeit am Wasser“ – ein Konzept, das auch fast 30 Jahre später im Stadtentwicklungsplan 2025 beschrieben wurde.

Auf der gegenüberliegenden Hunteseite verwandelte sich 1991 ein heruntergekommenes früheres Hotel als „hässliches Entlein“ in das Restaurant „Der Schwan“. Und nur einige Meter weiter entstand mit dem damaligen Arbeitsamt ein neuer „Blickfang am Stau“, wie die NWZ  am 13. März 1991 schrieb. Ende der 1990er-Jahre folgten das Landeszentralbank-Gebäude (heute Bundesbank) sowie auf der anderen Straßenseite das Kino „Cinemaxx“, das damals noch „Omniplex“ hieß.

Behörden, Gastronomie, Gewerbe – der Hafen blieb trotz dieser Entwicklung ein Viertel, in dem vor allem gearbeitet wurde. Das Wohnen sollte erst später eine größere Rolle spielen. Die Umstrukturierungen in diesem Bereich sind weiterhin in vollem Gange. Am Nordufer sind große Teile der neuen Wohnquartiere schon fertig, am Südufer soll ein weiteres entstehen.

Ungeachtet dieser Entwicklung, gibt es natürlich weiterhin einen Oldenburger Hafen – nach eigener Darstellung mit jährlichdurchschnittlich 1,2 Millionen Tonnen einer der umschlagstärksten Binnenhäfen Niedersachsens. Doch landwirtschaftliche Güter und Baustoffe werden nur noch außerhalb des Zentrums verschifft. Bis hierhin dauern die wenigsten Spaziergänge.

Vorher-Nachher-Fotos und weitere Artikel vom Oldenburger Hafen finden Sie in unserem Spezial „Stadtgeschichte Oldenburg: Der Oldenburger Hafen“.

Christian Schwarz
Redakteur
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2160

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