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Der Oldenburger Hafen

Die Promenade am Stau vom „Schwan“ bis zu „Heini am Stau“ war noch bis in die 1980er-Jahre hinein Umschlagplatz für Waren, die auf der Hunte transportiert wurden. In den vergangenen Jahren hat sich der „Alte Stadthafen“ enorm verändert.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Brüllendes Vieh und schlaue Katzen

28.01.2012

OLDENBURG Am 17. Februar war für Wilfried Rost nichts mehr wie vorher. Der damals 21-Jährige wohnte mit seinen Eltern in einer Wohnung im Hauptbahnhof – doch als er an jenem Sonnabend aus dem Fenster sah, entdeckte er nirgends den gewohnten Bahnhofsvorplatz.

Kein Wunder: Das Wasser der Hunte war von der verheerenden Sturmflut in der Nacht zuvor in den Hafen gedrückt worden, und nun bahnten sich die Fluten ihren Weg über die Kaiserstraße zum Bahnhof.

Wilfried Rost behielt trotz aller Aufregung die Ruhe, er holte seinen Fotoapparat und machte einige beeindruckende Aufnahmen von der Lage rund um den Bahnhof. „Viele Menschen haben sich die Flut nur angeschaut. Die kam fast bis zur Bahnhofsfassade.“

Heftiger war die Situation derweil östlich der Stadt. Die Wasser der Hunte waren übers Ufer getreten und hatten sich in Klein Bornhorst ausgebreitet. Am 17. Februar gegen 4 Uhr bemerkten die ersten Anwohner das Wasser in der Nähe der tief gelegenen Häuser – und wenige Stunden später bereits war die gesamte Nachbarschaft auf den Beinen. Hinderk Koop, einer der Betroffenen, erzählte damals der NWZ : „Zuerst war das Vieh in Sicherheit gebracht worden. Es kam in die Ställe der höher gelegenen Häuser. Die Nachbarn waren übrigens durch das Gebrüll der Tiere geweckt worden.“ Gegen 8 Uhr überflutete das Wasser die Klein-Bornhorster Straße, so dass die bisher noch trockene Seite mit Sandsäcken geschützt werden musste. Zum Glück für alle fiel die nächste Flut schon weniger stark aus: Am Abend des 17. Februar zog sich das Wasser aus Klein Bornhorst zurück.

Die damals elfjährige Hannelore Rieck erlebte die dramatischen Stunden ebenfalls hautnah, bei ihrer Großmutter. Die wohnte „An der Braker Bahn“, die etwas tiefer lag als der Stau. Als das Wasser sich näherte, galt alle Sorge dem Gebäude: „Meine Onkel haben das Haus mit Sandsäcken versorgt“, berichtet Hannelore Rieck. „Die Katzen sprangen früh nach oben in die Schränke, sie haben es wohl gewittert. Ich saß auf dem Tisch, als das Wasser kam – die Nachttöpfe schwammen an mir vorbei.“ Schließlich stiegen die Bewohner durch Schlafzimmerfenster in ein Paddelboot und ruderten zum Stau, ins Trockene.

 @ Spezial unter  http://www.NWZonline.de/50-jahre-sturmflut

Klaus Fricke

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