• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Kopfgrafik Kopfgrafik

Der Oldenburger Hafen

Die Promenade am Stau vom „Schwan“ bis zu „Heini am Stau“ war noch bis in die 1980er-Jahre hinein Umschlagplatz für Waren, die auf der Hunte transportiert wurden. In den vergangenen Jahren hat sich der „Alte Stadthafen“ enorm verändert.

Seite empfehlen:
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Delfin macht‘s sich im Hafen bequem

21.12.2005

DRIELAKE Anekdoten und Informationen wechseln sich ab. Die Recherche war nicht einfach.

Von Susanne Gloger DRIELAKE - Ein Delfin im Oldenburger Hafen? Ja, das hat es gegeben. Im Jahr 1910 soll einer im Staubecken gesichtet worden sein. Wie die Jagd auf den Meeressäuger ausgegangen ist, das wurde aber nicht überliefert.

Fünf Jahre lang hat Hans Belisar in Archiven und Bibliotheken recherchiert, um Zahlen, Fakten, Geschichten und Anekdoten zu sammeln – für die Chronik des Sportfischervereins Oldenburg. Der wird im Jahr 2009 hundert Jahre alt. Die Chronik aber, die hat der 68-Jährige schon jetzt fertiggestellt. Darin enthalten ist auch die Geschichte vom Delfin im Hafenbecken.

Ein Leckerbissen ist das 267 Seiten starke Buch mit rund 200 zeitgenössischen Fotos nicht nur für Angelfreunde, auch der an Stadtgeschichte Interessierte findet hier allerhand Wissenswertes. Ältere Oldenburger werden sich noch an Otto und Emmi Brunken erinnern, die in ihrem Hausboot am Achterdiek wohnten. Viele wissen noch, wie es bei der Sturmflut im Jahr 1962 in der Stadt aussah. Und wer es damals nicht miterlebt hat, der erfährt es im Buch: in Wort und Bild.

Doch es soll ja um die Sportfischerei gehen. Obwohl: Ein Fischerdorf war Oldenburg nie. „Aber seit knapp 100 Jahren wird in der Stadt eine außerordentlich erfolgreiche Fischerei betrieben“, weiß Hans Belisar. Über die Anfänge, als das Angeln als Nebenerwerb wichtig war, bis zur Gegenwart, in der der Naturschutz im Vordergrund steht, informiert er in der Chronik mit dem Titel „Petri Heil, Dir, o Oldenburg“.

Leicht war die Recherche nicht, denn in den Vereinsunterlagen fand der Rentner wenig. „Das Wertvollste ist der Jahresbericht zur Gründung im Jahr 1909“, sagt Belisar. Damals schlossen sich unter großherzoglicher Duldung 30 Nebenerwerbsfischer, die sich bis dahin ein paar beuteversprechende Gewässerstrecken untereinander aufteilten, zu einer Gemeinschaft zusammen. „Fischerei-Schutzverein Oldenburg“ nannte man sich anfangs. „Die hatten erkannt, dass es wichtig ist, mit einer Stimme zu sprechen“, erklärt Belisar. „Die Behörden hatten es nun nicht mehr mit 30 Leuten zu tun, sondern mit einer juristischen Person.“

Über die Oldenburger Gewässer, bemerkenswerte Fänge, die Ausbildung zum Sportfischer, den Aalpass und anderes erfährt der Leser viele Details. Belisar, der auch Vereinsvorsitzender war, lässt das Auf und Ab der Geschichte Revue passieren. Heute sehe sich der Verein wieder einmal auf der Höhe, die Zahl seiner Mitglieder sei auf rund 2300 inklusive 300 Jugendliche angewachsen. Doch es wird nicht nur geangelt. „Wir sind verpflichtet, die Fischbestände aufrechtzuerhalten“, so Belisar. Jährlich setzte der Verein Fische im Wert von 25 000 Euro in die 25 Gewässer, die er befischt.

Einen Delfin hat nie wieder ein Angler gesichtet, eher mal eine Robbe. Das war auch früher so. Laut Chronik tauchte 1910 ein Seehund im Strandbad an der Mühlenhunte. Da er sich allerdings im für männliche Badegäste gesperrten Damenbereich blicken ließ, behaupteten böse Zungen, es habe sich um einen zeitgenössischen „Froschmann“ gehandelt.

Die Chronik gibt es im Oldenburger Buchhandel zum Preis von 14.95 Euro.

„Das Wertvollste ist der

Jahresbericht von der Gründung“

Hans Belisar

Shop

Shop Product

DVD „Die Fahrkarten bitte!“

Geschichten rund um den Oldenburger Nahverkehr von 1883 bis 1980, produziert von Werkstattfilm e.V.

Dauer: 90 Minuten
Preis: 20 Euro

Im NWZ-Shop bestellen
Shop Product

Bildband „Abbrüche und Aufbrüche in Oldenburg“

Einblicke in die Stadtentwicklung der 1950er- und 1960er-Jahre, herausgegeben von Werkstattfilm e.V.

64 Seiten
Preis: 18 Euro

Im NWZ-Shop bestellen
Shop Product

DVD „Oldenburg im Bild“

Erleben Sie Oldenburg von der Nachkriegszeit bis in die 1960er-Jahre, produziert von Werkstattfilm e.V.

Dauer: über 120 Minuten
Preis: 18 Euro

Im NWZ-Shop bestellen
Shop Product

Bildband „Nächste Haltestelle Stadtumbau“

Oldenburger Stadtentwicklung in der 1950er- und 1960er-Jahren, herausgegeben von Werkstattfilm e.V.

64 Seiten
Preis: 18 Euro

Im NWZ-Shop bestellen
Shop Product

Bildband „Oldenburg - Blumen und Beton“

Einblicke in die Stadtentwicklung der 1950er- und 1960er-Jahre, herausgegeben von Werkstattfilm e.V.

64 Seiten
Preis: 18 Euro

Im NWZ-Shop bestellen

Sonderdruck


Ausstellung


Entdecken Sie noch bis Juni 2017 die Geschichte des Oldenburger Hafens im Kinoladen von Werkstattfilm

Weitere Nachrichten:

Hafen | Oldenburger Hafen

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.