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Der Oldenburger Hafen

Die Promenade am Stau vom „Schwan“ bis zu „Heini am Stau“ war noch bis in die 1980er-Jahre hinein Umschlagplatz für Waren, die auf der Hunte transportiert wurden. In den vergangenen Jahren hat sich der „Alte Stadthafen“ enorm verändert.

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Osternburg Viele Jahre prägte die Oldenburgische Glashütte an der Stedinger Straße (dort, wo heute Peguform angesiedelt ist) den Ruf des Stadtteils Osternburg als Industriestandort. Vor nunmehr 30 Jahren schloss die Glashütte 1983 nach höchst ereignisreichen Jahren ihre Pforten.

Der Gründung des Unternehmens und seiner Geschichte widmet sich der Oldenburger Historiker Matthias Schachtschneider in seinem Buch „Osternburg – Ein Ort mit vielen Gesichtern“. Darin wird an den Mann der ersten Stunde erinnert: Es war der Kaufmann Justus Harbers, dem die großherzogliche Regierung zu Oldenburg 1845 die Konzession zur Errichtung einer Glasfabrik erteilte. Die Oldenburgische Glashütte wurde vor den Toren der großherzoglichen Residenzstadt in der ländlichen Gemeinde Osternburg angelegt.

Ausschlaggebend für die Standortwahl waren die schiffbare Hunte, die für die Lieferung der Rohstoffe und den Transport der Fertigprodukte zur Verfügung stand, sowie ausreichende Sandvorkommen in der Nähe in Donnerschwee. Ferner gab es keine Konkurrenz im näheren nordwestdeutschen Raum.

Die Oldenburgische Glashütte produzierte 1847 unter anderem Bierseidel, Lampenzylinder und Demijohns. Trotz der günstigen Voraussetzungen wollte sich das Unternehmen in den ersten zehn Jahren nicht so positiv wie erhofft entwickeln.

Aus diesem Grunde verpachtete Harbers 1856 zunächst an den Glasfabrikanten Fr.-W. Koch aus Schaumburg-Lippe. Schon ein Jahr später folgte der Verkauf an die neu gegründete Oldenburger Glashüttengesellschaft. „Einer der Aktionäre war Julius Schultze. Er und sein Sohn August bauten das Werk in den folgenden Jahrzehnten zu einem großen Industriebetrieb aus“, schreibt Mattias Schachtschneider.

1885 wurde die Firma aus haftungsrechtlichen Gründen in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 500 000 Mark umgewandelt; 99 Prozent davon waren im Besitz der Familie Schultze. Exportmärkte im europäischen und außereuropäischen Ausland führten zur Gründung der eigenen Oldenburgisch-Portugiesischen Dampfschiff-Reederei. 1891 stellten in der Glashütte 664 Beschäftigte im Durchschnitt täglich 15 000 Flaschen her.

1957 übernahm die Gerresheim Glas AG die in Konkurs gegangene, veraltete Fabrik. Sie ließ unter anderem Gebäude abreißen und stellte technologisch hoch entwickelte Maschinen in neuen Produktionshallen auf. So entwickelte sich das Unternehmen zu einem der größten Industriebetriebe Oldenburgs. Im Jahre 1970 produzierte die Fabrik mit etwa 700 Beschäftigten täglich im Durchschnitt 1,2 Millionen Getränkeflaschen und weitere Glasprodukte.

Zur Schließung der Glashütte schreibt Schachtschneider: „Völlig überraschend traf die Nachricht der bevorstehenden Werksschließung am 8. Januar 1983 die Oldenburger Beschäftigten. Es hieß, es beständen Überkapazitäten von 100 000 Tonnen Behälterglas und genau diese Menge wurde in Oldenburg produziert. 424 Beschäftigte verloren ihren Arbeitsplatz, viele von ihnen waren 20 Jahre und länger auf der Hütte tätig gewesen. Der Protest der Kollegen, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, Parteien, Verbände und der Stadt Oldenburg konnten die Stilllegung nicht verhindern. Am 31. Mai 1983 schlossen sich für immer die Pforten der Glashütte.“

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