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Geschichte des Oldenburger Kramermarkts

NWZonline und Werkstattfilm blicken mit historischen Fotos und Videos auf die Geschichte der Oldenburger Fünften Jahreszeit zurück.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Pferdemarkt einst großes Weide-Gelände

24.09.2011

OLDENBURG Der Pferdemarkt ist seit jeher ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Stadt Oldenburg. Darüber hinaus ist der historische Pferdemarkt ein viel genutzter Veranstaltungsplatz.

Dort wo einst bis 1963 der Oldenburger Kramermarkt stattfand, ziehen heute u.a. der regelmäßige Wochenmarkt sowie auch Floh- und Stoffmärkte und alljährlich im September der „Tag rund ums Pferd“ die Besucher an. An diesem Sonntag treffen sich von 11 bis 18 Uhr die Pferdefreunde auf dem Markt, wozu 20 000 Zuschauer erwartet werden.

Einst fanden auf dem Oldenburger Pferdemarkt auch die Hengstkörungen statt. Von daher wird mit dem jetzigen „Tag rund ums Pferd“ an eine alte Tradition angeknüpft. Wie überhaupt der Oldenburger Pferdemarkt eine abwechslungsreiche Geschichte aufweist, die eng mit dem Thema Pferde verbunden ist.

Der Pferdemarkt war einst ein Weidegelände vor dem Heiligengeisttor, das aber bereits vor der Zeit von Graf Anton Günther (1583-1667) regelmäßig zum Pferdehandel genutzt wurde. Der Graf verordnete dann, dass dieser Handel ab dem Jahre 1641 während des jeweils am 8. Juni stattfindenden Meinardusmarktes abgehalten wurde. Dieser Pferdehandel ging jedoch nach dem Tode von Graf Anton Günther merklich zurück.

Neben dem Meinardusmarkt fand alljährlich noch im Herbst der Michaelismarkt auf dem Pferdemarkt statt. Aus dem Michaelismarkt wurde später der Kramermarkt.

Unter der Führung von Herzog Peter Friedrich Ludwig kam es in den Jahren um 1803 zu grundlegenden Veränderungen u.a. im Bereich des Pferdemarktes. Baumalleen schmückten den Platz. Nach der Errichtung der Infanteriekasernen im klassizistischen Stil wurde aus dem Platz für viele Jahre ein Exerzierplatz.

Der Kasernen-Bau zog eine weitere Bebauung rund um den Pferdemarkt mit sich. Das galt insbesondere für den nördlichen Bereich. Einen bedeutungsvollen Einschnitt fand der schon damals für die Stadt wichtige Verkehrsknotenpunkt mit der Eröffnung der Eisenbahn im Jahre 1867. Durch die Gleisanlagen wurde die Altstadt von dem stetig wachsenden nördlichen Teil der Stadt getrennt.

Auch nach weiteren grundlegenden Veränderungen im Laufe der Jahre – u.a. die 1966 erfolgte Hochlegung der Bahngleise – blieb der Pferdemarkt bis heute ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, ebenso ein stets gut besuchter Veranstaltungsplatz.

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