Donnerschwee - Donnerschwee und der VfB Oldenburg – zwischen dem Stadtteil und dem Sportverein bestand über Jahrzehnte hinweg eine Symbiose. Ein Rundfunkreporter meldete sich einmal „vom Donnerschwee“. Und selbst gestandenen Fußballprofis schlotterten die Knie, wenn sie aus der Kabine unterhalb der Sitzplatztribüne aus dem Gang heraus auf den Platz liefen – direkt auf die in guten Zeiten prall gefüllte Stehplatzgrade zu. Der Fußballplatz machte Donnerschwee bis Anfang der 90er-Jahre, als der Verein noch in der Zweiten Bundesliga spielte, bundesweit bekannt.
Die Zeiten änderten sich, der Niedergang des VfB setzte ein und der Platz wurde zugeschüttet, ein Stadtteilzentrum darauf gebaut – mit Supermärkten und Arztpraxen. Der VfB fand am Marschweg in Eversten eine neue Heimat. An der Maastrichter Straße entstanden Trainingsplätze und auch die Geschäftsstelle ist dort zu finden.
Ein weiteres Beispiel für den rasanten Wandel, dem Donnerschwee unterzogen ist, ist die ehemalige Donnerschwee-Kaserne, in der statt Soldaten nun Zivilisten unterwegs sind, die in den umgebauten Militärgebäuden wohnen. Und nicht zuletzt der ZOB und die Neubauten großer Wirtschaftsunternehmen entlang der Karlstraße zeugen von einem rasanten Wachstum. Als nächstes wird das EWE-Gelände zwischen Neuer Donnerschweer Straße und Hauptbahnhof mit bis zu zwölfgeschossigen Wohn- und Bürogebäuden bebaut.
Doch Donnerschwee hat sich an vielen Stellen auch seinen ursprünglichen Charakter bewahrt, wie beispielsweise an der Schwalbenstraße und Lindenstraße – das macht den Reiz aus.
Dem Wachstum sind allerdings natürliche Grenzen gesetzt, freie Flächen werden knapp. Den alteingesessenen Donnerschweern wird das gerade recht sein. Schon heute stöhnen sie über den immer stärker anschwellenden Autoverkehr.
