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Ohmstede, Bornhorst Und Nadorst Im Check Gute Noten für Anbindung ans Busnetz

Ohmstede/Nadorst - „Ordentlich“ nennt Rainer Bartelt die Anbindung ans Busnetz. Beim NWZ-Stadtteilcheck erhielt das Thema Nahverkehr von Teilnehmern aus Ohmstede, Bornhorst und Nadorst gute 7,2 von 10 möglichen Punkten. „Die VWG hat auf geänderte Anforderungen reagiert“, lobt der Vorsitzende des Bürgervereins von Ohmstede die Entwicklung im Personennahverkehr. „In den Siedlungsbereichen klappt das soweit gut.“

So haben wir die werte ermittelt

Bei der Online-Umfrage NWZ-Stadtteilcheck sind 5672 komplett ausgefüllte Bögen in die Bewertung eingeflossen. Aus Ohmstede, Nadorst und Bornhorst sind insgesamt 466 Stadtteilbewertungen eingegangen.

Auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten konnten die Teilnehmer ihre Bewertungen zu Fragen nach Familienfreundlichkeit, Anbindung an Nahverkehr, Sicherheit und vielen weiteren Themen abgeben. Morgen, Mittwoch, in der NWZ: So bewerten Kreyenbrücker ihren Stadtteil

Ergebnisse zum Stadtteilcheck im Internet

Auch bei der Seniorenfreundlichkeit liegt der Stadtteil mit 5,9 Punkten leicht über dem Durchschnitt aller 14 Oldenburger Stadtteile. Auf die Frage, wie seniorengerecht ihr Stadtteil sei, vergeben die Bürger quer durch alle Stadtteile nur 5,8 Punkte. Mit 6,3 Punkten ebenfalls über dem Stadt-Durchschnitt: die Bewertung der Familienfreundlichkeit. Stadtweit betrachtet sind es nur 5,6. Sowohl älteren als auch jüngeren Menschen haben Ohmstede, Nadorst und Bornhorst demnach etwas zu bieten.

Sauberkeit gut bewertet

Beim Thema Sauberkeit (6,9 Punkte) sind die Bürger etwas unzufriedener als die Oldenburger im Durchschnitt (7,0). Ein Lob auch für die Nahversorgung in Ohmstede, Nadorst und Bornhorst: Mit 6,5 Punkten fällt die Bewertung noch etwas günstiger aus als auf Stadtebene (5,9).

Bei der Verkehrsbelastung (hier ist 10 der höchste und damit ausnahmsweise der schlechteste Wert) sieht es mit 4,7 Punkten in Ohmstede, Nadorst und Bornhorst besser aus als im Durchschnitt aller Stadtteile. Rainer Bartelt spricht jedoch ein Thema an, das in den nordöstlichen Stadtgebieten für Diskussionen sorgt: der Lärm durch den Verkehr auf der Autobahn A 29. Seit Jahren nehme der Verkehr – zumindest gefühlt – zu; vor allem seit Eröffnung des Jade-Weser-Ports.

OHMSTEDE, BORNHORST UND NADORST IM PORTRÄT Dörflicher Charme mitten in der Stadt

Christoph Kiefer
Ohmstede

Diskussion um Lärm

Die Diskussion über den Autobahnlärm sieht Bartelt überlagert von der Debatte um den Ausbau der Bahnstrecke Richtung Wilhelmshaven. „Es dreht sich alles um den Güterverkehr. Aber wir haben auch die Autobahn.“ Bei dem Thema schieben sich nach Eindruck des Bürgervereinsvorsitzenden Stadt und Bund gegenseitig die Verantwortung zu.

Die dürftigen 5,8 Punkte für das gastronomische Angebot weisen auf eine stadtweite Entwicklung: Die traditionelle Kneipe verschwindet. Gaststätten, früher wichtige Treffpunkte, haben es schwer. Es gibt zwar neue Begegnungspunkte. Doch die können diese niederschwellige Form, ins Gespräch zu kommen, nicht vollständig ersetzen.

Zum Thema Sicherheit

Die Einschätzung der Sicherheit liegt mit 6,2 Punkten über dem Vergleichswert auf städtischer Ebene (6,0). Ein Wert, den Bartelt mit dem Unterschied zwischen subjektivem Sicherheitsgefühl und festgestellten Zahlen erklärt. Es habe zwar in der Vergangenheit teilweise Störungen durch nächtliche Feten auf dem Schulhof gegeben, aber keine gravierenden Vorkommnisse.

Bei der Gesamtbewertung erreichen Bornhorst, Ohmstede und Nadorst 6,2 Punkte – der Bereich liegt damit im guten Mittelfeld aller Stadtteile. Auffällig: Bornhorst, Nadorst und Ohmstede sind mit 1974 Hektar der mit Abstand größte der 14 Stadtteile. Mit 735 Einwohnern pro Hektar ist allerdings nur Neuenwege (145) noch dünner besiedelt.

Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)
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