Oldenburg - 14 Stadtteile, 14 Stadtteilporträts, 14 Stadtteilauswertungen – die NWZ hat in den vergangenen zwei Wochen ausführlich über die Ergebnisse der großen Online-Umfrage berichtet. Die Reaktionen der Leserinnen und Leser zeigen: Die Aktion hat Anklang gefunden.

Hier geht’s zum Stadtteilcheck-Spezial mit allen Ergebnissen aus den Oldenburger Stadtteilen.

Harald Götting

Harald Götting

Harald Götting, Sprecher der Stadtoldenburger Bürgervereine, hat einen sehr positiven Eindruck vom Stadtteilcheck. „Ich habe wahrgenommen, dass die Aktion sehr positiv aufgenommen worden ist“, sagte Götting der NWZ. Erfreulich sei auch die rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die Ergebnisse seien auch für die Bürgervereine aufschlussreich. „Wir würden uns freuen, wenn wir die Auswertung für unsere Arbeit verwenden können.“ Die Aktion sei „eine super Sache“.

Morell Predoehl

Morell Predoehl

Die Auswertungen wurden auch in den Unternehmen und Institutionen, die thematisch betroffen sind, aufmerksam verfolgt. Die VWG beispielsweise ist positiv überrascht über die hohe Zustimmung zum Thema Personennahverkehr. „Im Ergebnis sind die Bürgerinnen und Bürger in fast allen Stadtteilen offenbar sehr zufrieden mit dem Nahverkehr“, freut sich Prokurist Morell Predoehl. „Ein solches Resultat, bei dem das Angebot im Busverkehr unter allen abgefragten Kriterien immer Spitzenwerte erzielt hat, erfüllt uns mit Stolz und belegt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Dazu passe, dass die Verkehrsbelastung von Bürgerinnen und Bürgern vielfach negativ beurteilt werde, sagt Predoehl.

Jürgen Krogmann

Jürgen Krogmann

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sieht sich „bestärkt, lebendige und starke Stadtteile als wichtigen Bestandteil“ seiner Arbeit zu sehen. „Ich habe die Serie gern gelesen.“ Erfreulich sei die hohe Lebensqualität, die offenbar in allen Bereichen gesehen werde. Es seien aber auch die Herausforderungen in einigen Bereichen deutlich geworden. „Für uns bei der Stadtverwaltung ergibt sich eine gute Ergänzung unserer eigenen Beobachtungen.“

Eckhard Wache

Eckhard Wache

Polizeichef Eckhard Wache sieht in den Ergebnissen seine Beobachtungen zum Thema Sicherheit und Sicherheitsgefühl bestätigt. „Die gefühlte Sicherheit und die anhand der Kriminalitätsstatistik festgestellte Sicherheit fallen nicht zusammen“, sagt Wache. Die in der Auswertung deutlich gewordenen Unterschiede bei der Sicherheit in den Stadtteilen spiegelten sich nicht in den Zahlen der Polizei. „Faktoren wie Beleuchtung und wie gepflegt oder ungepflegt ein Bezirk ist, wirken sich auf das Sicherheitsgefühl aus.“ Auch die Präsenz der Polizei sei in den Stadtteilen ungefähr gleich. „Aber sie wird unterschiedlich wahrgenommen.“

Stefan Könner

Stefan Könner

Stefan Könner, Chef der Wohnungsbaugesellschaft GSG, sieht in den Stadtteilcheck-Ergebnissen zum Wohnungsmarkt, dass das Angebot „allgemein nicht ausreicht“. Ein wesentlicher Grund sei fehlendes Bauland. „Es gibt einfach nicht genügend Grundstücke, um alle Bedarfe zu decken.“ Auffällig sei, dass im Dobbenviertel die Unzufriedenheit mit dem Wohnungsangebot von allen 14 Stadtteilen am größten sei, sagt Könner. „Das zeigt, dass nicht nur im Bereich günstigerer Wohnraum Mangel herrscht, sondern auch im gehobenen Bereich.“

Die NWZ hatte in einer Online-Umfrage zusammen mit dem jungen Oldenburger Unternehmen „Umfrageheld“ im Oktober und November die Meinung der Bürger zu Themen wie Nahverkehr, Familienfreundlichkeit, Lärm und Sicherheit abgefragt. Mehr als 5600 ausgefüllte Bögen sind in die Auswertung eingeflossen.

In den nächsten Wochen wird die NWZ die Resultate der Umfrage weiter auswerten und Hinweise der Bürger auf bestimmte Punkte in eigenen Berichten aufgreifen. Damit soll die Berichterstattung aus den Stadtteilen gestärkt werden. Hinweise und Anregungen bitte an red.oldenburg@nwzmedien.de.

Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)