Wechloy/Haarentor/Bloherfelde - Im Westen von Oldenburg liegt die Vergangenheit der Stadt begründet. Denn von dort stammen die ältesten Spuren (etwa 10.000 Jahre alt), die in Bloherfelde ausgegraben wurden. Wer in die Zukunft von Oldenburg schauen will, muss seinen Blick ebenfalls in den Stadtwesten richten, denn hier werden junge Erwachsene an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg für ihr späteres Leben ausgebildet.

WECHLOY UND HAARENTOR IM STADTTEILCHECK Hier ist die Lebensqualität am höchsten

Wolfgang Alexander Meyer
Wechloy

Südlich der Ammerländer Heerstraße, einer der Hauptverkehrsadern von Oldenburg, konzentriert sich die Hochschule mit den beiden Campussen Haarentor (geisteswissenschaftlich orientiert) und Wechloy (naturwissenschaftlicher Schwerpunkt). Mehr als 15 000 Studenten sind an der Uni eingeschrieben und geben den beiden Stadtteilen ein junges Gesicht. Dazu passt auch das Technologie- und Gründungszentrum Oldenburg, das Existenzgründern und Jungunternehmern günstige Büro- und Arbeitsräume in Wechloy bietet. Fürs Leben lernen Schüler aber auch in Bloherfelde – unter anderem im Gymnasium Eversten, denn das steht genau genommen nicht Eversten, sondern knapp hinter der Grenze zu Bloherfelde.

Prägend für den Stadtwesten ist aber auch das Gewerbegebiet rund um das Famila-Gelände in Wechloy. Hierher zieht es die Menschenmassen, wenn es darum geht, Einkäufe zu erledigen, denn es ist fast egal, was man braucht – hier kann man es bekommen.

Wer von dort in den südlichen Stadtteil vorstößt, lernt die ursprünglicheren Seiten von Wechloy kennen. Entlang des Drögen-Hasen-Weges gibt es noch freie Grünflächen und eine Eichenallee am Straßenrand. Die wiederum führt zur Gaststätte „Zum Drögen Hasen“, einer Traditions-Gaststätte, die vor allem am 1. Mai bei Jugendlichen gefragt ist, wenn Frühtanz gefeiert wird. Von der alten Bauerschaft Wechloy ist heute wenig geblieben. Lediglich ein Hof wird in dem Stadtteil noch bewirtschaftet. Eine weitere Besonderheit ist die Grundschule Wechloy, die mit etwa 100 Schülern und nur ein bis zwei Klassen pro Jahrgang zu den kleineren Bildungseinrichtungen gehört.

Wolfgang Alexander Meyer
Wolfgang Alexander Meyer Redaktion Oldenburg