STEINFELD - In den Jahren 1859/60 wanderten etwa 200 Personen aus dem Südkreis Vechta nach Tscherman und Groß Rippen im damaligen Nordungarn (inzwischen zur Slowakei gehörend) aus. Trotz einiger Berichte der Heimatforscher Franz und Johannes Ostendorf waren die „Tschermaner“, wie diese Gruppe genannt wurde, nach 1945 ins Dunkel der Geschichte abgetaucht.
Kontakte weiter pflegen
1977 knüpfte Theo Deters, dessen Ahnen aus Kettenkamp stammten, bei einem Besuch im Rathaus Steinfeld die Verbindungen wieder neu. Das betraf die Nachfahren der einstigen Auswanderer, die zum Ende des II. Weltkrieges zum Großteil ihre neue Heimat verlassen mussten. Seit 1979 beteiligen sich Steinfelder an den Tschermaner-Treffen, die im Zwei-Jahres-Rhythmus in Cermany (Slowakei) laufen.
Treffen im Rathaus
Die Gemeinde fungiert seit 1989 als Pate der „Ortsgemeinschaft Tscherman und Umgebung“ (dieNWZ
berichtete). Turnusmäßig trifft sich deren Vorstand im Rathaus Steinfeld, um in der „Altheimat“ die anstehende Zusammenkunft zu planen, die für 2013 auf dem Programm steht. Diesmal führte der Weg unter anderem den Vorsitzenden des Tschermaner-Vereins, Dr. Karl Gese, Tschermans Bürgermeister Imrich Chrenko sowie Ingrid Stümpel als Vorsitzende des Karpatendeutschen Vereins des Bezirks Nitra und eine Thüringer Abordnung ins Oldenburger Münsterland. Ihre offizielle Begrüßung übernahmen Bürgermeisterin Manuela Honkomp (parteilos), Elsbeth Nieberding sowie Vertreter der Heimatvereine Steinfeld und Mühlen.Zum Programm der Gäste gehörten unter anderem ein Abstecher an den Dümmer See mit Aufenthalt in der Aal-aufzucht und Räucherei Hoffmann und ein Stopp am Friedhof in Mühlen, wo ein Auswanderer-Ehrenmal steht: Das Kreuz des Auswanderers Heinrich Stiene. Es stammt vom Friedhof in Groß Rippen (Slowakei).
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