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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Steinfeld

Gewerbegebiet: Keine Mehrheit für Hähnchenschlachthof

07.11.2020

Steinfeld Der Blick auf die Entscheidungsfindung in den Fraktionen trog nicht: Wie erwartet lehnte der Steinfelder Rat mit zwölf zu sieben Stimmen den Verkauf eines 5,5 Hektar großen Grundstückes am Gewerbegebiet Honkomper Straße für rund 1,9 Mio. Euro ab. Damit sind die Pläne der Gut Bergmark Premium Geflügel, die in direkter Nachbarschaft auch einen Putenzerlegebetrieb betreibt, für einen Hähnchenschlachthof auf Eis gelegt.

„Die Sache ist vom Tisch“, reagierte Bürgermeisterin Manuela Honkomp etwas enttäuscht auf die Entscheidung, die „deutlicher als erwartet“ ausgefallen sei. Am Rouen Kamp sollten täglich 95 000 Masthähnchen geschlachtet werden. Gut Bergmark hatte vor einem Jahr den Hähnchenschlachter Kreienborg erworben. Auch dessen Pläne, den Betriebssitz von Wildeshausen nach Ahlhorn in die unmittelbare Nachbarschaft von Heidemark zu verlegen, waren gescheitert. Nun sollte in Steinfeld gebaut werden.

Der Verwaltungsausschuss entschied sich mehrheitlich dafür, und auch in der CDU-Mehrheitsfraktion gab es ein positives Votum. Ende September vertagte der Rat seine Entscheidung.

Jetzt wurde entschieden. Die UWG/SPD-Gruppe votierte geschlossen gegen das Projekt. Auch sechs Mitglieder der CDU-Fraktion, mit 15 Mitgliedern mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit ausgestattet, stellten sich dagegen. Andrea Strothmeyer enthielt sich. So blieben die Befürworter des Vorhabens – neben Bürgermeisterin Honkomp vor allem die CDU-Ratsmitglieder aus Mühlen – in der Minderheit.

Kay Schönfeld, Regionalleiter beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), hatte zuvor eine dezentrale Brauchwasserversorgung für den Schlachthof auf Steinfelder Gebiet angedeutet. „Der OOWV hat nicht mit offenen Karten gespielt“, kritisierte Heinrich Luhr, Sprecher der UWG/-SPD-Gruppe. Die Grundwasserversorgung war ein bestimmendes Thema bei der Entscheidung.

Der Dissens in der CDU-Fraktion wurde im Rat deutlich. CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Harpenau – Gegner des Vorhabens – hatte für eine sofortige Abstimmung plädiert. Hubert Pille (CDU), stellvertretender Bürgermeister, wollte eine Aussprache in nichtöffentlicher Sitzung. Der Ratsvorsitzende Michael Bavendiek (CDU) ließ abstimmen: 12:7.

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