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Aktualisiert vor 7 Minuten.

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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Steinfeld

Angriff auf Pfleger ohne Folgen

11.07.2018

Steinfeld /Oldenburg Der Angriff eines 43-Jährigen aus Steinfeld auf eine Pflegekraft in einem psychiatrischen Pflegeheim hat für den Angreifer keine Konsequenzen. Nach einem sogenannten Sicherungsverfahren (nur „Beschuldigte“, keine „Angeklagten“) hat das Oldenburger Landgericht den Mann als nicht schuldfähig eingestuft. Aufgrund eines schweren Unfalls ist er in seinen körperlichen und geistigen Fähigkeiten stark eingeschränkt.

Der 43-Jährige stürzt häufig. Auch auf dem Weg zum Sitzungssaal war er gestürzt. Deswegen trug er während der nichtöffentlichen Verhandlung einen Helm. Aufgrund seiner Behinderung war er in einem Pflegeheim untergebracht. Dort soll es im August 2017 zu dem Vorfall gekommen sein, der nun verhandelt wurde. Der Beschuldigte soll eine Pflegekraft getreten und geschlagen haben. Das Opfer konnte den 43-Jährigen zu Boden zu bringen, zog sich dabei aber diverse Schürf- und Kratzwunden zu.

Nach einem psychiatrischen Gutachten ist der 43-Jährige schuldunfähig. Deswegen konnte er für die Attacke nicht bestraft werden. Ein Sicherungsverfahren zielt in der Regel auf die Unterbringung einer beschuldigten Person in der geschlossenen Psychiatrie ab – aber nur, wenn von dieser Person auch eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Das ist im vorliegenden Fall aber nicht so. Der 43-Jährige hat sich nichts mehr zuschulden kommen lassen. Er wohnt heute in einem anderen Pflegeheim, wo alles bestens laufen soll.

Dem 43-Jährigen wurde gestattet, während der Verhandlung den Sitzungssaal zu verlassen. Die 1. Große Strafkammer des Oldenburger Landgerichts unter Vorsitz von Richter Horst Kießler verhandelte dann in Abwesenheit des 43-Jährigen. Die Urteilsverkündung fand in öffentlicher Verhandlung statt.

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