Eigentlich geht es nur um eine Handvoll unbewohnter Felseninseln im Ostchinesischen Meer – doch der Territorialstreit hat eine lange Geschichte. Die von den Japanern Senkaku und von den Chinesen Diaoyu genannten Inseln liegen 200 Kilometer nordöstlich von Taiwan. Seit Chinas Niederlage im chinesisch-japanischen Krieg 1895 standen sie unter Kontrolle Tokios.

Im Südchinesischen Meer gehen die Konflikte weiter: Teile des Seegebietes, vor allem die Spratly- sowie die Paracel-Inseln, werden sowohl von China als auch von Vietnam, Brunei, Malaysia und den Philippinen beansprucht. Dort gibt es reiche Öl- und Gasvorkommen. Das Südchinesische Meer ist zudem einer der meistbefahrenen Schifffahrtswege.