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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Auf diese Fallen sollten Schüler achten

18.11.2019

Berlin Eine Abifeier im prächtigen Berliner Schloss Charlottenburg mit Büffet, Getränkeflatrate, DJ, Fotografen und Sicherheitsdienst kostet rund 30 000 Euro – und wird in der Hauptstadt gern gebucht. Derart aufwendige Abifeiern liegen im Trend. Immer öfter werden sie von Eventagenturen organisiert, die eine rauschende Ballnacht als Paket verkaufen mit allem, was dazugehört.

Ihre Vertragspartner sind oft wirtschaftlich völlig unerfahrene Schüler, die gerade erst volljährig geworden sind. Kein Wunder, dass es da zu Problemen kommen kann. Die Stiftung Warentest hat sich beispielhaft Verträge von Veranstaltern angesehen, auf die Betroffene sie aufmerksam gemacht haben. Worauf junge Erwachsene beim Vertragsabschluss achten sollen und wie sie typische Fehler vermeiden, berichtet die Zeitschrift „Finanztest“ in ihrer Dezember-Ausgabe.

Ob zu wenig verkaufte Karten oder unklare Leistungsbeschreibungen – einer, der die Probleme der jungen Erwachsenen kennt, ist der Berliner Rechtsanwalt Karun Dutta. Er hat Schüler von 15 verschiedenen Schulen gegenüber Eventagenturen wie Abi­planer vertreten. „Dort werden Geschäfte mit wirtschaftlich völlig unerfahrenen, jungen Menschen gemacht“, zitiert ihn „Finanztest“.

Seine Beobachtung: „Meistens kommt es bei Konflikten zum Vergleich.“ Trotzdem stehen junge Menschen am Ende mit Schulden da. „Sobald das Abi vorbei ist, gibt es keine Solidarität mehr“, so sein Eindruck. „Die Schüler verschwinden in alle Richtungen und dem Vertragspartner bleiben die Schulden.“

Doch lassen sich derart pompöse Abiturveranstaltungen mit weniger Risiken für die Organisatoren durchführen? Um dieser Frage nachzugehen, hat sich die Zeitschrift Abiballverträge genauer angesehen. Außerdem hat sie einen Leitfaden erarbeitet, der zeigt, worauf ein Abiballkomitee achten sollte.

Insgesamt fanden die Finanztester drei Arten von Verträgen, die sich in Bezug auf Haftung und Leistungsumfang erheblich unterscheiden:
 Veranstaltungsvertrag: Er ist am riskantesten. Hier beauftragt das Komitee die Agentur, den gesamten Ball durchzuführen. Die Person, die unterzeichnet, haftet für die gesamte Vertragssumme. Positiv: Bei Verträgen des Berliner Marktführers Abiplaner und der Agentur Abitraum waren die Getränke im Eintrittspreis zwischen 60 und 70 Euro inbegriffen. Bei Abiplaner gab es eine Frist, um die Teilnehmerzahl zu reduzieren. Dadurch sanken nur variable Kosten wie die fürs Büffet, nicht aber die fixen Kosten für Saalmiete oder DJ. Eine kostenlose Vertragsstornierung gab es weder bei Abitraum noch bei Abiplaner.
 Mietvertrag mit Zusatzleistungen: Er wird oft von Hotels oder Veranstaltungshallen angeboten. Das Komitee schließt hier einen Mietvertrag für den Saal ab und bucht beim Vermieter Zusatzleistungen, etwa für Buffet, Personal, Musik und Fotograf. Die Getränke müssen die Gäste während der Feier extra bezahlen. Die Vertragssumme ist dadurch etwas geringer, weil der Vermieter über den Getränkeverkauf weitere Erlöse erzielt. Ansonsten geht das Komitee die gleichen Risiken ein wie beim Veranstaltungsvertrag.
 Kooperationsvertrag: Die Agentur Abidreams verkauft ein risikoärmeres Konzept. Das Komitee schließt hier einen Kooperationsvertrag mit der Agentur ab. Abi­dreams verkauft anschließend die Tickets für den Ball über einen Online-Ticketshop. Dabei fällt für jedes Ticket eine Bearbeitungsgebühr von 1,29 Euro an. Der Abiball findet nur statt, wenn durch den Ticketverkauf bis zu einem vereinbarten Termin eine Mindestsumme eingenommen wurde. Falls dies nicht klappt, gibt es mehrere Optionen, eine davon ist die kostenlose Stornierung. Einzig die Bearbeitungsgebühr von 1,29 Euro pro Karte wird dann nicht erstattet.

Eines sollte das Komitee noch wissen: Die Karten sind mit Preisen zwischen 50 und 60 Euro eher teuer. Denn die Getränke sind nicht im Preis enthalten.

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