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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Schadstoffe verderben den Spaß am Spiel

25.11.2019

Berlin Sie brabbeln, krabbeln, singen oder weinen: Akustik-Spielzeuge sind bei Kindern beliebt. Für die Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „test“ hat die Stiftung Warentest deshalb 23 dudelnde Puppen, Roboter und Tiere ins Prüflabor geschickt. Das Ergebnis: Fast jedes dritte Spielzeug im Test schneidet schlecht ab. In sieben Produkten haben die Tester gesundheitsgefährdende Stoffe gefunden.

1450 Materialproben

Nach mehr als 600 technischen Prüfungen und rund 1450 Materialproben für die Schadstoffanalyse steht fest: Sieben Spielzeuge sind nur ausreichend oder sogar mangelhaft. Zu den größten Spielverderbern im Test gehören der Drache Ohnezahn von Spin Master, der Roboter Marvin von Revell, die Eiskönigin Elsa von Hasbro und der Esel Emmi von Sterntaler. Materialproben dieser Figuren enthielten Naphthalin in kritischen Mengen. Dieser Stoff steht unter Verdacht, Krebs zu erzeugen.

Naphthalin und andere PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) gelangen meist über verunreinigte Weichmacheröle oder Farbstoffe ins Spielzeug. Kinder können sie beim Spielen über den Mund oder die Haut aufnehmen. Die Konzentrationen, die gefunden wurden, sind zwar nicht akut giftig. Einige PAK wirken jedoch langfristig im Organismus.

Die rechtlichen Vorgaben halten alle Spielzeuge im Test ein, auch die mangelhaften, „aber aus Gründen der Vorsorge haben wir die PAK nach den strengeren Kriterien des GS-Zeichens für geprüfte Sicherheit bewertet“, so Sara Wagner-Leifhelm, Projektleiterin bei der Stiftung Warentest. Diese Kriterien einzuhalten ist möglich, wie viele unproblematische Produkte im Test beweisen.

Erstmals in einem Spielzeugtest bewältigen alle Produkte sämtliche technischen Sicherheitsprüfungen. Im Akustiklabor zum Beispiel ermittelte ein Prüfer abgeschirmt von Außengeräuschen, die Lautstärke jedes Spielzeugs. Sie darf 80 Dezibel nicht überschreiten, um Kindergehör vor Schaden zu bewahren. Der Prüfer ermittelte den höchsten Lärmpegel der Melodien, Sätze oder andere Geräusche, die ein Spielzeug abspielte. Weitere Untersuchungen führten die Tester im Elektronik- und Lichtlabor durch.

Anders die Testergebnisse im Chemielabor. Dort hat die Stiftung Warentest das Spielzeug auf bis zu 240 Substanzen geprüft. Am häufigsten wies der Test Naphthalin nach, einen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoff (PAK). Er steht unter Verdacht, Krebs zu erzeugen. Materialproben von vier Figuren enthielten kritische Mengen. Ebenso wie weitere PAK, die die Tester fanden, gelangen sie oft über verunreinigte Weichmacheröle oder Farbstoffe ins Spielzeug. Die Konzentrationen sind nicht akut giftig. Einige PAK wirken aber langfristig im Organismus, schaden womöglich der Gesundheit. Kinder können sie beim Spielen über den Mund oder die Haut aufnehmen.

Kein Lauschangriff

In der App einer Puppe sind Comic-Gesichter gespeichert. Wird eins davon im Handy berührt, krabbelt sie aufs Kind zu oder von ihm weg. Ein Plüscheinhorn und ein kleiner Roboter haben Apps und sind zusätzlich mit Bluetooth-Schnittstellen ausgestattet. Können Fremde darüber Kinder belauschen oder beeinflussen? Der Experte der Stiftung Warentest entwarnt: Die drei können nicht übers Internet kommunizieren wie etwa Sprachassistentin Alexa.

Weder in den Apps fanden die Tester Schwachstellen noch bei der Verbindung zwischen Spielzeug und Handy. Missbräuchliche Angriffe der Prüfer wehrten die Bluetooth-Schnittstellen erfolgreich ab. Die Android-App des kleinen Roboters aber benötigt den Standort des Smartphones, um sich mit dem Spielzeug zu verbinden. Die beiden anderen Figuren kommen ohne diese Daten aus.

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