Berlin - Auch wenn es junge, mittelalte und sogar ältere Menschen nicht gerne hören: Das Risiko, im Lauf des Lebens auf Hilfe angewiesen zu sein, ist hoch und steigt mit zunehmendem Alter. Von den 70- bis 74-Jährigen in Deutschland sind rund 9 Prozent pflegebedürftig, in der Altersgruppe ab 90 Jahre sind es 82 Prozent. Sie zu versorgen, ist teuer: für sie selbst, für ihre Angehörigen und für unser Sozialversicherungssystem.
Das geht ins Geld
Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt zwar einen großen Teil der anfallen-den Kosten und im Notfall springt das Sozialamt ein. Trotzdem zahlen Pflegebedürftige oft drauf, vor allem, wenn sie professionelle Betreuung wünschen. Hilfe beim Einkauf, eine Massage oder ein Friseur, der ins Haus kommt – all das geht ins Geld.
Für eine komfortable Pflegesituation kann sich der Abschluss einer Pflegetagegeld-Police lohnen. Die private Zusatzversicherung zahlt täglich oder monatlich eine vereinbarte Summe, wenn bei Versicherten ein Pflegegrad festgestellt wird. Das Geld ist frei verfügbar: etwa für pflegende Angehörige, Hilfe im Haushalt, ambulante Pflegedienste oder Heimplätze. Doch die Beiträge sind hoch und steigen weiter.
HanseMerkur vorn
Stiftung Warentest hat Pflegetagegeld-Policen von 24 Anbietern unter die Lupe genommen. Dabei wurde geprüft, wie hoch die Leistungen für den Modellfall ausfallen: Der Tarif wird mit 55 Jahren abgeschlossen, monatlich werden etwa 115 Euro Beitrag gezahlt.
PG von HanseMerkur schneidet am besten ab: Versicherte erhalten Leistungen, die den definierten Finanzbedarf zu 113 Prozent abdecken. Abhängig von Pflegegrad und -form gibt es bis zu 2 784 Euro im Monat. Die Tarife von Allianz, DKV und Huk Coburg kompensieren möglichen finanziellen Bedarf zu mehr als 85 Prozent. Damit bieten auch sie wichtige Hilfe.
