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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Wenige Brillen verschaffen optimalen Durchblick

15.04.2019

Berlin Es ist viel los in der Brillenwelt. 2015 testete die Stiftung Warentest erstmals zwei Online-Optiker, damals noch Pioniere. Seither kamen weitere Webshops hinzu. Auch große Ketten drängen ins Digitale, teils verzahnt mit ihrem regulären Geschäft, unter ihnen Branchenriese Apollo. Umgekehrt haben manche Onlineshops den Boden der analogen Welt betreten und kooperieren mit Partnern vor Ort.

Viele Anbieter bedienen also mehrere Kanäle. Online locken sehr oft günstige Preise. Der aktuelle Test deckte die gesamte Palette ab: von reinen Onlineanbietern über Ketten mit und ohne Webshop bis hin zu zwei Einzeloptikern vor Ort. Für die beiden „Individualisten“ wählte die Stiftung Warentest zwei Berliner Mitglieder der Optikervereinigung Ama aus.

Bei jedem Anbieter gaben fünf fehlsichtige Kunden Brillen in Auftrag, Gutachter beurteilten dann die Qualität. Die Bilanz ist gemischt, berichtet die Zeitschrift „test“ (4/19). Es hapert vor allem beim Anpassen und noch mehr beim Feinjustieren der Brillen, der sogenannten Zentrierung. Um durch die Gläser richtig zu sehen, ist Präzision gefragt.

Die mit Abstand größten deutschen Augenoptikerketten Fielmann und Apollo belegen fast gleichauf vordere Plätze. Mit vorn ist auch Matt, eine weitere Kette. Sieger und der einzig Gute im Test ist Andreas Wittig, einer – der beiden Berliner Einzeloptiker.

Der zweite, Kindt, verfehlt – wie Fielmann – nur knapp ein gutes Gesamturteil. Beide Einzeloptiker aus dem Test sowie die Optikerkette Matt sind vergleichsweise teuer.

Die zwei Schlusslichter sind recht günstige Anbieter, die ausschließlich online ihre Dienste anbieten: Lensbest und My-Spexx – nicht zu verwechseln mit Mister Spex.

Der Kauf vor Ort und im Netz unterscheiden sich sehr. Im Laden können Kunden die Fassungen unmittelbar auswählen und anprobieren. Mitarbeiter helfen ihnen. In Webshops stöbern Kunden allein im Sortiment. Brillen setzen sie virtuell auf, etwa per hochgeladenem Foto oder Webcam. Teils senden Anbieter Fassungen auch gratis zur Anprobe nach Hause oder in eine Filiale ihrer Kette.

Wer sich zum Onlinekauf entschließt, muss die Werte für die Fehlsichtigkeit am Bildschirm eintippen. Ermitteln lassen sie sich dort bisher nicht. Sie stehen zum Beispiel im Brillenpass. Er sollte möglichst aktuell sein. Nutzer von Brille24 und Mister Spex können für den Sehtest zu lokalen „Partneroptikern“ gehen.

Onlinekäufer müssen weitere Werte eingeben. Etwa die „Pupillendistanz“: die Strecke von der Nasenwurzel zur Augenmitte. Sie ist wichtig für die Zentrierung, um Gläser so zu schleifen und auszurichten, dass Träger der Brille optimal hindurchsehen. Lässt sich der Wert nicht anders beschaffen, rufen viele Webshops zur Bastelstunde. „Ich sollte eine Art Messschablone ausdrucken, ausschneiden, an mein Gesicht halten und die Millimeter ablesen“, sagt eine unserer Testerinnen.

Mit professionellen Geräten mithalten kann die Methode nicht. Aber auch mehrere Vor-Ort-Optiker zentrierten Brillen nur ausreichend. Stimmt die Feinjustierung nicht, kann das üble Folgen haben. Kunden sehen möglicherweise schlecht, verrenken unbewusst den Hals oder quälen sich mit Kopf- oder Rückenschmerzen – oft ohne dies der Brille zuzuordnen.

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