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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Genuss ohne Reue aus dem Kühlregal

30.09.2019

Berlin /Bad Zwischenahn Dieser Test ist ein Fest: Die Stiftung Warentest hat 21 Wiener Würstchen aus dem Kühlregal geprüft – 14 schneiden gut ab. Darunter sind Eigenmarken von Supermärkten und Discountern sowie Markenprodukte wie Gutfried, Wiesenhof und Rügenwalder Mühle. Auch Biowürstchen und Wiener aus Geflügel bekommen die Testnote Gut, berichtet die Zeitschrift „Test“ (10/19). Ein Produkt aber war verdorben und schneidet mangelhaft ab. Ein anderes hat ein Mineralölproblem und ist nur ausreichend (Preise: 0,60 bis 2 Euro pro 100 Gramm).

Wer auf biologische Erzeugung Wert legt, hat die Wahl zwischen fünf guten Produkten mit Biosiegel – aus Schweinefleisch oder Schwein und Rind. Die beste Biowiener landet sogar ganz vorn. Sie kostet nicht einmal mehr als die konventionelle, mit der sie gemeinsam an der Spitze steht.

Die beiden Testsieger kommen von Lidl (Metzgerfrisch Bio Organic) und der Rügenwalder Mühle (Mühlenwürstchen Wiener) und schneiden in Aussehen, Geruch, Geschmack und Mundgefühl sehr gut ab.

In den klassischen Würstchen von Penny (Mühlenhof Delikatess Wiener Würstchen) wiesen die Tester gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (Mosh) nach, die sich im Körper anreichern können. Die Gehalte waren in einigen Packungen sehr hoch, in anderen niedrig – bei gleichem Mindesthaltbarkeitsdatum.

Die Wiener aus Geflügelfleisch von Alnatura zeichnen sich durch einen Geruch und Geschmack aus, den die geschulten Tester als „alt“ und „fremdsauer“ bewerten. Dazu passt, dass die Prüfer eine hohe Keimbelastung nachwiesen. Das Qualitätsurteil lautet damit nur mangelhaft.

Die verdorbenen Bio-Wiener wurden ohne Nitritpökelsalz hergestellt. Der Mix aus Natriumnitrit und Kochsalz sorgt nicht nur für die typische Pökelnote und rosa Farbe, sondern wirkt auch konservierend. Aus dem Zusatzstoff können aber krebserregende Nitrosamine entstehen. Die meisten anderen Wiener sind gepökelt. Ihre Nitritwerte liegen aber weit unter der zulässigen Höchstmenge.

Nur ein weiterer Bioanbieter, Ökoland, verzichtet auf Pökelsalz – und beweist: Es geht ohne. Die Würstchen sind komplett frei von Zusatzstoffen. Zwar sehen sie untypisch grau-beige aus, aber die mikrobiologische Qualität ist sehr gut.

Die günstigsten Wiener kosten nur 60 bis 70 Cent pro 100 Gramm. Manche – darunter das Umweltbundesamt – sagen, Fleisch sei zu billig in Deutschland. Dennoch erweist sich die Fleischqualität der Würstchen im Test als erfreulich hoch. Alle enthalten viel hochwertiges Muskelfleisch. Die Tester fanden keine Hinweise auf maschinell vom Knochen geschabtes Fleisch, Nerven- und Hirngewebe oder wiederverarbeitetes Brät etwa von geplatzten Würsten.

Auf etwa jedem zweiten Produkt stehen Angaben zur Fleischherkunft. Demnach stammt es überwiegend aus Deutschland und den Niederlanden.

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