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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Daunendecken: Vollends überzeugen können sie alle nicht

09.11.2020

Berlin Gemütlich, warm, atmungsaktiv: Daunendecken versprechen ein besonderes Schlaferlebnis. Doch wer weich liegt, will auch ein gutes Gefühl bei der Herkunft der Daunen haben. Die Stiftung Warentest hat zehn Bettdecken auf ihre Qualität getestet und zusätzlich überprüft, inwiefern sich die Anbieter an die Kriterien für soziale und ökologische Unternehmensführung (CSR) halten.  

Qualität

Für den Test suchten die Tester Decken mit möglichst 90 Prozent Daunen und 10 Prozent Federn aus. Der hohe Daunenanteil sorgt für luftige Wärme, die Federn sorgen für Stabilität. Im Unterschied zu Federn haben Daunen keinen Kiel oder Schaft, sie sind weicher und leichter als Federn, wärmen aber besser.

Zehn Daunendecken mussten sich den Prüfungen stellen, alles warme Wintermodelle zu Preisen von 100 bis 450 Euro. Die Prüfer der Stiftung Warentest maßen, wie gut sie Wasserdampf durchlassen und ob sie wirklich warm sind. Das Prüfinstitut las Federn, zählte Daunen, stauchte die Decken und wusch jede dreimal. Am Ende kommt kein Exemplar über ein Befriedigend hinaus. Am schlechtesten schneidet die Decke der My-Home-Kollektion des Händlers Otto ab. Sie ist nach drei Wäschen bis zu 20 cm eingelaufen. Außerdem durchdringen Daunen die Hülle und die Füllung ist verrutscht. Das ist mangelhaft.

Verantwortung

Noch schlechter ist das Testergebnis zur Unternehmensverantwortung für Tierwohl und Umweltschutz in der Produktion: Die Stiftung Warentest bat um Belege für die Herkunft der Daunen. Auf welcher Farm haben die Tiere gelebt? Wo wurden sie geschlachtet? Wo wurden die Daunen weiterverarbeitet? Wie steht es um Tier- und Umweltschutz? Nur drei der zehn Deckenanbieter lieferten vollständige Belege für die Herkunft der Daunen bis zur Farm. Die anderen Anbieter legten zwar Zertifikate vor, konnten aber nicht vollständig belegen, woher die Daunen kommen.

Die Deckenanbieter kaufen die Bettfüllungen von Zwischenhändlern. Für jeden Schritt der Lieferkette sollen Zertifizierungsgesellschaften im Auftrag der Siegelgeber prüfen, ob wirklich kein Lebendrupf stattfand. Diese Prüfgesellschaften kennen angeblich die gesamte Lieferkette, legten sie aber den meisten Deckenanbietern in der Testauswahl nicht offen.

Die Zwischenhändler legten ebenfalls keine Belege für die Herkunft der Daunen vor. Anbieter von Daunendecken kennen daher oft weder Farm noch Schlachthaus. Am Ende bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich auf die Siegelgeber und deren Prüfgesellschaften zu verlassen.

Im Resultat erreichten nur zwei qualitativ befriedigende Decken auch ein befriedigendes CSR-Urteil.

Warentest-Tipps

  Keine Daunendecke überzeugt im Test vollends. Wer auf das Daunengefühl nicht verzichten möchte, kann sich mit der Traumina für 450 Euro oder der Allnatura für 290 Euro eindecken. Beide sind qualitativ befriedigend, und die Anbieter konnten zumindest die Herkunft der Daunen sehr gut nachweisen.

  Nicht ausschließen lässt sich für Gänse laut Tierschützern Lebendrupf, Enten leiden ebenfalls in der Mast. Wie sich die Anbieter für Tierwohl und Umweltschutz einsetzen, hat Stiftung Warentest untersucht: Keiner lieferte rundum Belege für sein Engagement. Wer sichergehen will, dass kein Tier für seine Decke leiden musste, kauft eine Synthetikdecke – gute aus dem Test des letzten Jahres gibt’s bereits ab 20 Euro.

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