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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

E-Bikes: Was von SUV-Rädern zu erwarten ist

23.05.2022

Berlin Sportlich, komfortabel und schick, für Asphalt und Schotterpiste gleichermaßen geeignet? Die SUVs auf zwei Rädern wollen und kosten viel. Neun dieser Allroad-Modelle ließ die Stiftung Warentest für den Praxistest anrollen. Mit 3300 bis 5350 Euro sind sie deutlich teurer als bisher getestete Elektroräder und im Ergebnis eher Alleswoller als Alleskönner. Immerhin erhalten sieben das Gesamturteil Gut.

Fast jedes zweite in Deutschland verkaufte Fahrrad ist ein Pedelec – auch E-Bike genannt. Mit den Allroad-, Crossover- und SUV-E-Bikes unter ihnen soll motorunterstütztes Radeln nicht nur komfortabel sein, sondern auch sportlichen Ansprüchen gerecht werden.

Ob sie tatsächlich so vielseitig sind, hat Stiftung Warentest im Frühjahr untersucht. In der hügeligen Steiermark legte das Testteam insgesamt rund 2000 Kilometer bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen zurück. Im Fokus stand das Fahrverhalten mit und ohne Gepäck.

Gute Fahreigenschaften

Fast alle überzeugten mit guten Fahreigenschaften. Und auch größere Sicher­heits­probleme wurden nicht festgestellt. Testsieger ist das KTM für 4200 Euro; das güns­tigste Gute ist das Cube für 3300 Euro. Die Pedelecs von Corratec und Kalkhoff sind insgesamt nur befriedigend, da in ihren Sattelbezügen hohe Mengen des Weichmachers DPHP gefunden wurden. Alle anderen Modelle holen das Gesamt­urteil Gut.

Ein Alleskönner ist aber nicht dabei. Die meisten Kandidaten sind eher sport­lich oder eher komfortabel ausgerichtet. Den Unterschied machen Ausstattung und Sitz­position: Eine nach vorn geneigte Haltung mit breiter Armstellung fühlt sich sport­licher an als der aufrechte Sitz und bringt Stabilität, wenn es ruckelig wird.

Ein Fahr­gefühl zwischen diesen Welten brachten den Praxis­teste­rn der Sieger von KTM sowie Cube und Kalkhoff. Bei ihnen vermissten sie aber die Möglich­keit, viel Gepäck mitzunehmen: Das Kalkhoff ist das einzige Rad im Test, das mit viel Gepäck instabil fuhr. KTM erlaubt nur zehn Kilo, am Cube fehlt ein Gepäck­träger.

Ärgerliche Details

Angesichts der hohen Preise ärgern auch bei anderen Kandidaten mäßige Komponenten: Simplons Pedale wurden bei Nässe enorm rutschig, am Corratec funzelt ein Frontlicht mit nur 20 Lux Beleuchtungs­stärke. Erhebliche Unterschiede zeigten sich allerdings bei der Ladedauer der Akkus: Während die Batterie von Flyer dank 6-Ampere-Ladegerät bereits nach 2 Stunden 40 Minuten wieder aufgeladen ist, brauchen die Akkus von Cube und Corratec mehr als 8 Stunden, weil sie nur mit 2 Ampere geladen werden.

Empfindliche Akkus

Probleme machte der Flyer-Akku aber im Labortest. Mit Wasser bespritzt, gelangte Feuchtig­keit an seine Kontakte. Bis die getrocknet waren, funk­tionierte der Antrieb nicht zuver­lässig. Beim Specialized schützt eine Schmelzsicherung den Akku vor Kurz­schlüssen. Das funk­tionierte zuver­lässig, den Akku konnten man danach aber nicht mehr verwenden – um die Sicherung zu ersetzen, ist ein Werk­statt­besuch nötig. Den Schutz vor Spritz­wasser und Kurz­schlüssen lösen andere Modelle im Test besser.

Auch die Integration der Akkus in den dicken Unter­rohren ist unterschiedlich gut gelöst: Von unten einge­setzte Akkus sind stark Schmutz und Nässe ausgesetzt und können beim Entnehmen schnell mal herab­fallen und Schaden nehmen. Der Specialized-Akku hat zudem einen trügerischen Einhänge­mecha­nismus und fiel gleich mehr­fach heraus.

Schwergewichte

Obwohl die Gesamt­noten nah beieinander­liegen, sind die Räder unterschiedlich, wie sich bei den umfang­reichen Fahrtests herausstellte: In extremen Fahr­situationen wie einem Ausweichmanöver bei hohem Tempo fuhren einige schwammig, das Heck schwang nach – vor allem das Kalkhoff, das keine gute Note fürs Fahren bekommt. Sehr fahr­stabil, auch mit Gepäck: Specialized und Flyer.

Eins haben alle neun Bikes gemein­sam: Mit 26 bis 29 Kilogramm sind sie unglaublich schwer. Tragen lassen sie sich kaum. Und ohne Motor berg­auf zu kommen, bedeutete selbst für die fitten Tester: Schieben.

Spitzenreiter

  Sieben der neun SUV-E-Bikes im Test sind gut. Komfortabel und zugleich sport­lich ist der Testsieger – das KTM für 4200 Euro. Eher ein City-E-Bike ist das Simplon für 5250 Euro – das einzige im Test mit Riemen­antrieb und Naben­schaltung. Für Wege im Alltag besonders tauglich halten die Tester das Stevens für 3800 Euro mit seinem moderaten Antrieb. Die sport­lichsten, aber teuersten Guten sind Specialized und Flyer für 5100 und 5350 Euro.

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