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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Eherecht: Irrtümer über die Ehe halten sich hartnäckig

27.07.2020

Berlin Davon, was es rechtlich bedeutet, verheiratet zu sein, haben Brautleute oft nur ein vages Bild. Es halten sich hartnäckig falsche Vorstellungen rund um Eigentum, Erbe und Vermögen. Die Zeitschrift Finanztest räumt mit den häufigsten Irrtümern auf:

Vermögen

Eine Heirat ändert nichts an den Vermögensverhältnissen der Partner. All das, was ein Partner mit in die Ehe bringt, gehört weiterhin nur ihm. Auch Dinge, die ein Partner nach der Eheschließung allein anschafft, gehören nur ihm. So regelt es der Güterstand der Zugewinngemeinschaft, der immer gilt, wenn Paare nichts anderes vor einem Notar vereinbaren. Wer möchte, kann davon abweichen und beim Notar „Gütergemeinschaft“ wählen. Dann gehört tatsächlich alles beiden gemeinsam. Meist bleibt es aber dabei: Vermögen, das ein Partner mit in die Ehe bringt, gehört ihm allein.

Schulden

Durch eine Heirat werden die Partner nicht automatisch Mitschuldner oder Mithaftende. Für Schulden, die einer im Laufe der Ehe macht, muss dieser allein einstehen. Etwas anderes gilt, wenn Ehepartner gemeinsam einen Kredit aufnehmen, etwa für eine Immobilie. Dann haften beide als Gesamtschuldner. Die Bank kann sich wegen der Rückzahlung wahlweise an den einen oder anderen Partner halten.

Güterstand

Ob Eheleute getrennte Konten haben oder ein gemeinsames, hat keinerlei Einfluss auf den Güterstand. Der Güterstand sagt, wie das Vermögen unter Eheleuten aufgeteilt wird. Sowohl bei der Zugewinngemeinschaft als auch bei der Gütertrennung bleibt das Vermögen der Eheleute getrennt. Der Unterschied zwischen den beiden Güterständen wird bei einer Scheidung deutlich: Bei der Zugewinngemeinschaft kommt es zum Zugewinnausgleich, bei der Gütertrennung behält jeder das Vermögen, das er im Laufe der Ehe selbst erwirtschaftet hat, für sich.

VerTretung

Wenn ein Partner im Notfall nicht mehr für sich entscheiden kann, darf ihn nicht automatisch der andere vertreten. Es gibt keine gesetzliche Regelung, die das grundsätzlich möglich macht. Für eine Vertretung gegenüber Ärzten bei medizinischen Notfällen oder in finanziellen Angelegenheiten gegenüber der Bank sind Vorsorge- und Bankvollmachten erforderlich. Außerdem ist es ratsam, behandelnde Ärzte in einer Patientenverfügung von ihrer Schweigepflicht zu entbinden.

VerKauf

Im Prinzip kann jeder Ehepartner verkaufen, was ihm gehört. Denn bei der Zugewinngemeinschaft verwalten beide Eheleute ihr Vermögen selbst. Aber es gibt eine wichtige Ausnahme, wenn es sich um das „Vermögen im Ganzen“ handelt – etwa bei einer Immobilie, Firma oder Praxis. Auch wenn ein Ehepartner ihm gehörende Haushaltsgegenstände wie Fernseher oder Waschmaschine verkaufen will, braucht er die Zustimmung des anderen.

Rente

Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung besteht nur, wenn der Verstorbene mindestens fünf Jahre rentenversichert war. Die Frist gilt nicht, falls der Partner bei einem Arbeitsunfall stirbt. Das Paar muss außerdem mindestens ein Jahr verheiratet gewesen sein.

Erbe

Gibt es kein Testament, gilt die gesetzliche Erbfolge. Danach erbt der Ehepartner – aber nicht allein. Neben ihm sind gemeinsame Kinder erbberechtigt. Mit Testament kann jeder davon abweichen und den Ehepartner zum Alleinerben machen.

Finanztest-Tipps

  Vorsorge: Kümmern Sie sich als Ehepaar um die Vorsorge für den medizinischen Notfall. Anders als viele glauben, dürfen Ehepartner nicht automatisch für den anderen entscheiden.

  Absicherung: Für den Tod des Partners sollten Paare privat vorsorgen – zum Beispiel mit einer Risikolebensversicherung.

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