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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Einbruchschutz: Gute Sicherung kann Diebe vergraulen

05.10.2020

Berlin Zeit gewinnen – darum geht es oft beim Einbruchschutz. Fenster und Türen lassen sich mit ganz unterschiedlichen Sicherungen nachrüsten, um Einbrechern den Zugang zu erschweren. Doch nicht alle Schlösser und Riegel konnten den Einbruchsversuchen der Test-Redaktion standhalten.

Beim Test von Nachrüstsicherungen für Fenster und Türen gelingt mehreren Markenprodukten der Einbruchschutz sehr gut, andere versagen. Von ihnen raten die Tester ab, ihr Schutz ist nur mangelhaft. Insgesamt prüfte die Stiftung Warentest 19 Nachrüstsicherungen für Fenster, Terrassen- und Balkontüren sowie Wohnungstüren.

Drei Produkte zur Fenstersicherung sowie zwei Billigmodelle aus dem Internet fielen durch, weil sie einen ernsthaften Einbruchversuch nicht verhindern können.  Bei den Türsicherungen taugen drei von sechs Produkten wenig.  

Fenster

Die Tester empfehlen, immer beide Seiten der Fenster zu sichern – also die Griff-Seite und die Scharnierseite. Die Griffseiten-Sicherungen können geschickte Heimwerker mit den beigelegten Schablonen für die Bohrlöcher montieren. Wenn aber nicht zusätzlich die Scharnierseite gesichert wird, setzen die Diebe einfach dort an. Auch diese Sicherungen lassen sich laut Warentest selbst montieren.

Im Test malträtierten die Prüfer zehn Fenstersicherungen mindestens drei Minuten mit Einbrecherwerkzeug. Manche hielten auch sechs Minuten stand. Acht Sicherungen erzielten ein Sehr gut in diesem Punkt. Es gibt sie schon für weniger als 100 Euro für Griff- und Scharnierseite. Erstaunlich: Ein Markenhersteller bietet zum etwa gleichen Preis sowohl ein Produkt mit sehr gutem als auch eins mit mangelhaftem Fensterschutz an.

  

Fenstertüren

Beliebt bei Einbrechern sind die hohen Fenstertüren, die im Gegensatz zu Haustüren mit ihren starken Scharnieren einfach auszuhebeln sind. Eine einfache Griffsicherung reicht hier laut Warentest nicht: Es helfen Stangen mit abschließbarem Drehgriff, die in Boden und Decke einhaken.   

Wohnungstüren

Türen sind aufwendiger abzusichern als Fenster. Hier gibt es zwei verschiedene Systeme: Waagerechte Querriegel, die unter dem vorhandenen Türschloss sitzen, und senkrechte Stangenriegel. Alle System erfordern laut Warentest Halterungen in den Seitenwänden oder in Boden und Decke. Außerdem bedürfe es eines gewissen Fachwissens sowie Präzision bei der Montage. Bei den Querriegeln sei der Knackpunkt die Stabilität und Verankerung der Halterungen. Stangenriegel passen auch, wenn die Wände neben der Tür zu eng oder instabil für Querriegel sind. Auch eine breite zweiflügelige Tür lässt sich auf diese Weise schützen.  

einbruch-Statistik

Bei Einfamilienhäusern kommen 18 Prozent der Einbrecher über die Haustür, 27 Prozent über die Fenster und 50 Prozent über die Balkon- und Terrassentür. Das berichtet Stiftung Warentest mit Verweis auf eine Erhebung der Polizeipräsidien Köln und Leverkusen. In Mehrfamilienhäusern dringen hingegen 52 Prozent der Einbrecher durch die Wohnungstür ein, 30 Prozent kommen über die Balkon- und Terrassentür, und 18 Prozent brechen über die Fenster ein.  

Beratung

Wer sich schützen möchte, kann sich an die Beratungsstellen der Polizei wenden. Die Experten kommen dann kostenlos zu Privatpersonen nach Hause und zeigen Schwachstellen vor Ort.

Warentest-Tipps

  Fenster: Stets sollten beide Seiten abgesichert werden, die Griffseite etwa mit dem Burg-Wächter Winsafe WS 33 für 50 Euro und die Scharnierseite mit Abus FAS101 (57 Euro), beide Seiten zugleich mit dem Fuhr-Set für 65 Euro. Bei Fenstertüren liegt das Abus Fensterstangenschloss FOS650A für 214 Euro vorn.

  Türen: Sieger unter den Querriegeln ist Abus PR 2800 (535 Euro), in der Senkrechten liegt das Swiss Sector Stan­­genschloss (215 Euro) vorn.

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