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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Energieverbrauch: Strom und Gas sparen ohne Mühe

26.09.2022

Berlin Mit vielen kleinen Tricks lassen sich Strom- und Heiz­kosten um mehr als Tausend Euro im Jahr senken. Das zeigen Berechnungen und Test­­analysen der Stiftung Warentest. Für den Test begleitete sie die Beispielfamilie Kluge durch den Tag, mit Vater Ronny (47), Mutter Anja (49) und Tochter Kira (17). Um im Alltag Energie zu sparen, veränderten sie ein paar Gewohn­heiten und drehten an vielen kleinen Stell­schrauben. Am Ende kommen sie auf die Ersparnis von 1074 Euro im Jahr.  

Duschen

Mit einem Spardusch­kopf laufen bei Familie Kluge jetzt pro Minute statt 14 nur noch 7 Liter Wasser durch die Brause. Die Anschaffungs­kosten betragen etwa 15 bis 50 Euro. Durch den neuen Dusch­kopf sparen sie 1463 Kilowatt­stunden Strom im Jahr, da der Durchlauf­er­hitzer weniger Wasser erwärmen muss. Allein das sind fast 497 Euro. Außerdem haben sich die drei darauf geeinigt, statt zehn Minuten künftig nur noch sechs Minuten zu duschen. Das erspart ihnen im Jahr 1 170 Kilowatt­stunden Strom. Und wenn jeder ein Grad kühler duscht, können sie 108 Kilowatt­stunden auf der Haben-Seite verbuchen. Das reduziert insgesamt die Strom­kosten des Durchlauf­er­hitzers um circa 707 Euro. Auch wer mit Gas das Wasser erwärmt, kann mit diesen Tipps den Verbrauch kräftig senken.  

Heizen

Bevor die Familie die Wohnung verlässt, stellt Anja die neuen Heizungsthermostate ein. Die sorgen dafür, dass die Räume während ihrer Abwesenheit und nachts weniger stark beheizt werden. Die herkömm­lichen Regler lassen sich leicht gegen program­mier­bare Thermostate austauschen. Güns­tige Modelle gibt’s ab 20 Euro, smarte mit App-Steuerung ab 50 Euro. Durch eine zeit­weise um 4 Grad nied­rigere Temperatur sparen die Kluges etwa 7 Prozent Heiz­energie. Statt bisher 9979 Kilowatt­stunden im Jahr verbrauchen sie 9343.

Die Temperatur in einem Raum um 2 Grad abzu­senken, mindert die Heiz­kosten um etwa 7 Prozent. In der schlecht gedämmten Beispiel-Wohnung bringen 20 statt 22 Grad eine Ersparnis von über 151 Euro jähr­lich. Mit beiden Maßnahmen zusammen sparen die Kluges insgesamt 189 Euro.  

Waschen/Trocknen

Die Kluges achten darauf, dass die Waschmaschine so voll ist wie möglich und wählen das Ökoprogramm. Es wäscht länger, aber mit nied­rigeren Temperaturen und verbraucht so weniger Strom. Mit 60 Grad waschen die Kluges nun nur noch einmal im Monat. Das reicht, um die Maschine hygie­nisch zu halten. So sparen sie circa 23 Euro im Jahr.

Und zum Trocknen kommt die Wäsche auf die Leine – das geht auch im Früh­jahr und Herbst – und sogar im Winter bei Minusgraden. Das spart 112 Kilowatt­stunden im Jahr. Kluges jähr­lichen Strom­kosten sinken um weitere 38 Euro.

Wandert die Wäsche doch in den Trockner, wird sie vorher gut geschleudert – so ist sie schneller fertig. Mit dem höheren Schleudergang sparen die Kluges weitere 45,5 Kilowatt­stunden Strom, also etwas über 15 Euro im Jahr.  

Kühlen

Je weniger der Kühlschrank arbeiten muss, desto weniger Strom verbraucht er. Vom Einkauf werden die Lebens­mittel in einer Kühltasche nach Hause transportiert. Beim Einräumen ist es güns­tiger, die Tür offen­zulassen, statt sie für jedes Lebens­mittel einzeln aufzureißen. Getränke lassen sich im Keller oder auf dem Balkon vorkühlen. Speisereste sollten nur komplett abge­kühlt in den Kühlschrank kommen.  

Kochen/Backen

Wasser im Wasserkocher zu erhitzen, ist um einiges güns­tiger als auf der Herd­platte – das spart fast 29 Euro im Jahr. Ähnlich sparsam ist ein Induktionsherd ohne Boostfunktion. Oder man kocht das Gemüse im Schnellkochtopf. Bei Kartoffeln spart das 56 Prozent Energie, verglichen mit einem herkömm­lichen Kochtopf. Beim Backofen ist mit der Umlufteinstellung eine kleine Ersparnis möglich. Und: Bei vielen Gerichten muss man den Ofen nicht vorzuheizen. Stellt man ihn zehn Minuten früher ab, nutzt er die Rest­wärme zum Garen.  

Spülen

Die Spülmaschine sollte erst dann laufen, wenn sie rappelvoll ist. Ein Stan­dard-Geschirr­spüler fasst etwa 80 Teile. Durch Nutzung des Ökoprogramms spart Familie Kluge 88 Kilowatt­stunden pro Jahr. Werden große Gefäße ohne fettige Verschmut­zung mit etwas Spül­mittel und kaltem Wasser abgewaschen, schafft das in der Maschine Platz für weiteres Geschirr. 

Fernsehen

Beim Fernseher lässt sich die Helligkeit herunter­regeln. Das spart bei Kluges immerhin 7,3 Kilowatt­stunden im Jahr. Außerdem schalten sie den Fernseher voll­ständig aus, anstatt ihn im Standby zu lassen. Das macht mindestens 1,6 Kilowatt­stunden weniger und zusammen etwa 3 Euro. Neben der Helligkeit ist die Größe des Fernsehers am stärksten für den Strom­verbrauch verant­wort­­lich. Ein Fernseher mit 65 Zoll Bild­diagonale frisst 93 Watt, ein 45-Zoll-Gerät nur 58 Watt. Tipp: Den Fernseher nicht unnötig nebenbei laufen lassen und die WLan-Funk­tion abstellen, wenn man sie nicht braucht.  

STaubsaugen

Seinen alten Staubsauger hat Ronny von 1500 auf 900 Watt herunter­gedreht. Damit verbraucht er mit einer pro Stunde Saugen pro Woche statt 78 Kilowatt­stunden nur noch 47 jähr­lich.  

Router

An den Router hat Anja Kluge eine Zeit­schalt­uhr gesetzt, damit sich das Gerät nachts abschaltet. Sind die Kluges verreist, stellen sie den Router komplett ab und sparen damit weitere 6,8 Kilowatt­stunden. Die Gesamt­ersparnis liegt knapp über 10 Euro.  

Licht

In Haushalten, die ihre alten Glühbirnen durch LED-Lampen ersetzt haben, lohnt es sich finanziell nur noch wenig, ständig kurz das Licht auszumachen. Es empfiehlt sich jedoch, auch die Halogen­lampen im Haushalt auszutauschen.

Warentest-Tipps

  Umwelt­tipp: Am meisten Einspar­potenzial hat die Stiftung Warentest beim Duschen gefunden. 707 Euro kann die dreiköpfige Beispielfamilie sparen, wenn sie eine Sparbrause nutzt, kürzer und ein Grad kälter duscht.

  Preistipp: Programmierbare Thermostate helfen beim Sparen. Güns­tige gibt es ab 20 Euro. Wer Extra­kosten vermeiden will, dreht die Heizung per Hand herunter. Dann ist es jedoch beim Heim­kommen nicht warm in der Wohnung.

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