NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Fahrradschlösser: Wie Radfahrer auf Nummer sicher gehen können

03.05.2021

Berlin Mit Bolzenschneider, Zugmaschine und Eisensäge malträtierten die Profis der Stiftung Warentest 20 Fahrradschlösser im Test. Immerhin die Hälfte schneidet gut ab. Jedes vierte Schloss ist jedoch mangelhaft aufgrund von Schadstoffen. Ein weiteres lässt sich sehr leicht knacken. Zwei der belasteten Modelle hätten sonst auch Testsieger mit „sehr gut“ werden können. So schneidet kein Schloss besser als mit „gut“ ab.  

das TestFeld

Die Stiftung prüfte insgesamt 20 verschiedene Modelle von 30 bis 160 Euro. Darunter waren fünf Bügel-, vier Falt- und sechs Kettenschlösser. Dazu noch drei fest installierte Rahmenschlösser mit einer zusätzlichen Kette sowie zwei Schlösser mit Textilmantel.

In jeder Gruppe gibt es mindestens ein gutes Fahrradschloss. Doch jede Bauform hat ihre Vor- und Nachteile. Die Kettenschlösser im Test bieten alle eine gute oder sehr gute Aufbruchsicherheit, sind aber meist sehr schwer und lassen sich mangels Halterung meist nur im Rucksack oder Fahrradkorb transportieren. Faltschlösser sind zwar sehr handlich, doch die meisten Modelle sind weniger aufbruchsicher als die geprüften Bügel- oder Kettenschlösser.  

die Platzierten

Neben den Spitzenreitern schneidet bei den Bügelschlössern auch das „Abus Granit Plus 640/135HB1 50“ (85 Euro) „gut“ (2,0) ab. Bei den Faltschlössern bekommt noch das „Trelock FS 480 Cops“ (95 Euro) dieses Urteil (2,5). Neben den erstplatzierten Kettenschlössern zeigen sich noch das „Abus Ivy Chain 9210/110“ für 120 Euro und das „Trelock BC 680“ für 63 Euro als „gut“ (2,0 und 2,1). Als eins von zwei Textilmantelschlössern im Test schneidet das „Litelok Gold Wearable Größe L“ für 160 Euro „gut“ (2,4) ab. Das „Trelock RS 453 Protect-O-Connect“ ist ein Rahmenschloss für 74 Euro und wird ebenfalls mit „gut“ (2,0) bewertet.  

die Mangelhaften

Fünf Schlösser im Test waren stark mit Schadstoffen belastet, die im Verdacht stehen, die Fruchtbarkeit zu schädigen oder Krebs zu erzeugen. Darunter ausgerechnet zwei der am schwersten zu knackenden Kandidaten. Den erwähnten Schadstoffen können Radler auch länger ausgesetzt sein als nur beim auf- und abschließen. So werbe ein Anbieter etwa auch damit, das fast 2,4 Kilo schwere Schloss während der Fahrt um die Hüfte binden zu können, erläutern die Tester. Ein Mangelhaft kassierte auch das Faltschloss von Ready for Race, weil es sich so leicht knacken ließ.

Spitzenreiter

  Vier Schlösser teilen sich den Spitzenplatz mit „gut“ (1,9): das Faltschloss Kryptonite Kryptolok 685 für 50 Euro und drei Kettenschlösser – ebenfalls von Kryptonite New York Chain 1210 für 80 Euro, das Axa Newton Promoto+4 für 64 Euro und das Decathlon B’Twin 900 Chain L, das mit 30 Euro zugleich der Preis-Leistungs-Sieger ist.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.