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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Fitness-Tracker: Schätzwerte statt exakter Messergebnisse

20.07.2020

Berlin Dieses Fazit zieht die Stiftung Warentest nach dem Test von acht Fitnessarmbändern für je 30 bis 120 Euro und vier jetzt geprüften Smartwatches. Präsentiert werden die Ergebnisse zusammen mit neun weiteren Modellen aus einem Test vom Dezember 2019. Sie kosten 70 bis 500 Euro.

Motivieren können sie. Fitnesstracker zeigen zurückgelegte Wegstrecken, erklommene Etagen, verbrannte Kalorien. Allerdings oft Fantasiewerte. Viele Modelle liegen meist weit daneben, ihre Anzeigen illustrieren kaum mehr als einen Trend: War ich in dieser Woche aktiver als in der Woche zuvor? Von 25 geprüften Fitnesstrackern liefern nur zwei Smartwatches stimmige Werte. Abweichungen im zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit, teilweise liegen sie über 50 Prozent.

Die genauesten Daten liefert die Smartwatch Apple Watch 5 für 500 Euro. Vor allem beim Gehen ist sie präzise: Ob Puls, Kalorienverbrauch oder Streckenlänge – keine misst so korrekt. Auch beim Joggen, Radfahren und Schwimmen tickt sie am besten, gefolgt von Garmin Forerunner 245 Music für 330 Euro. Vielleicht haben die beiden Uhren ausgemacht empfindliche Sensoren und extra Rechenpower, sicher aber ist: Sie bestimmen ihre Position via Satellit und können so zurückgelegte Strecken genau erfassen, erklären die Warentester.

Fitnessarmbänder dagegen sind ungenau. Bei der Strecke mag das nur ärgerlich sein, beim Puls ist es bedenklich. Beim Laufen etwa zeigt das Xiaomi-Fitnessarmband im Mittel aller Probanden einen um 18 Prozent zu geringen Puls an. Im Extrem nannte das Armband für eine Testjoggerin einen Wert von 104 – statt 181. Die Anbieter kennen die Tücken. Sitzt der Tracker locker am Handgelenk, übersieht er schon mal den einen oder anderen Herzschlag. Fitbit empfiehlt in der Gebrauchsanleitung, den Tracker zwei Fingerbreit über den Handwurzelknochen zu tragen. Samsung empfiehlt in der Gebrauchsanleitung gar: „Messen Sie Ihren Puls, wenn Sie sitzen und entspannt sind.“ Nicht gerade das, was man von Fitnesstrackern erwartet.

Bei der Streckenmessung zeigten viele Armbänder ohne das gekoppelte Smartphone beim Radfahren keine Strecke an, einige null Meter – Fehlerquote: 100 Prozent. Selbst beim Gehen wichen sie ab – im Extrem um bis zu fast 40 Prozent. Bei den verbrannten Kalorien lag ein Fitnesstracker beim Gehen fast 75 Prozent daneben.

Garmin schreibt es selbst: „Daten sind nur für Freizeitzwecke und nicht für medizinische Zwecke vorgesehen.“ Die Tester raten, die Armbänder via App mit dem Smartphone zu koppeln. Dann können sie auf die Satellitenortung der Telefone zugreifen. Außerdem können per Smartphone die Daten ausgewertet und gespeichert werden. Wer aber immer genaue Messwerte bekommen möchte, sollte aber gleich zu den zwei guten, aber teuren Smartwatches von Apple und Garmin greifen, lautet das Fazit.

Warentest-Tipps

  Stimmige Werte liefern von 25 geprüften Fitnesstrackern nur zwei Smartwatches: die Apple Watch 5 für 500 Euro und Garmin Forerunner 245 Music für 330 Euro.

  Wenig Verlass ist auf Fitnessarmbänder. Das Honor Band 5 (38 Euro) misst zumindest einige Werte richtig: den Puls beim Radfahren, den Kalorienverbrauch beim Joggen und Gehen und die Strecke beim Gehen und Schwimmen.

  Vitaldaten verraten viel über den Lebensstil. Gegen unbefugte Einsicht können aber nur einige Fitnessarmbänder mit Passwort und Pin geschützt werden.

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