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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Geschmacklich überzeugen nur wenige

24.12.2018

Berlin Frikadelle, Bulette, Fleischpflanzerl, Fleischküchle – in jeder Region heißt der Hackfleisch-Kloß anders. Im Handel hat sich Frikadelle durchgesetzt. 22 Fertigfrikadellen hat die Stiftung Warentest geprüft, darunter Discounter- und Markenprodukte. Die meisten Fleischbällchen bestehen aus Schweinefleisch, aber auch aus Rind oder einer Mischung aus beidem, fünf aus Pute und Huhn. Nur sechs Frikadellen im Test sind gut, eine ist mangelhaft (Preise: 0,40 bis 1,31 pro 100 Gramm).

Weich oder zäh

Bei Fertigfrikadellen lohnt es sich, etwas mehr zu zahlen. Alle guten Buletten im Test kosten mindestens etwa einen Euro pro 100 Gramm. Darunter sind zwei gemischte Frikadellen aus Schwein und Rind, zwei aus reinem Schweinefleisch sowie je eine aus Rind und Geflügel. Die tiefgekühlten Mini-Frikadellen von Eismann aus Rind- und Schweinefleisch sind die besten im Test (1,24 Euro/100Gramm). Sie sind geschmacklich sehr gut und selbst gemachten Fleischbällchen sehr ähnlich.

Beides gilt auch für die tiefgekühlten Köttbullar aus Bio-Rindfleisch von Svenssons (1,31 Euro/100 Gramm). Gute Frikadellen aus Geflügel bietet Rügenwalder Mühle (1,21 Euro/100 Gramm).

Die billigen Buletten können dagegen nicht überzeugen. Die sechs ausreichenden Frikadellen sind für 40 oder 46 Cent pro 100 Gramm zu haben. Obwohl sie oft mit „Delikatess“ oder „Spitzenqualität“ angepriesen werden, enthalten sie zum Teil wenig hochwertiges Muskelfleisch, bei einem bissen die Tester vermehrt auf Knorpel. Billige Buletten schmecken oft mehr nach Brötchen als nach Fleisch, waren etwa weich oder zäh.

Geflügelfrikadellen riechen und schmecken meist weniger intensiv nach Fleisch als klassische Frikadellen. Von den fünf geprüften überzeugen nur die von Rügenwalder Mühle.

Die Mini-Frikadellen von Gutfried waren nicht nur zäh, sondern rochen und schmeckten auch leicht säuerlich, die mikrobiologische Prüfung offenbarte Verderbniskeime. Sie waren auch als einzige hoch mit Mineralölbestandteilen belastet und schnitten insgesamt mangelhaft ab.

„In jeder Frikadelle war die Tierart drin, die auf der Verpackung steht“, sagt Isabella Eigner, Ernährungsexpertin bei der Stiftung Warentest. Erfreulich für alle, die sich noch an die Pferdefleischfunde in Fertig-Lasagne erinnern. Die Stiftung Warentest prüfte das Fleisch auf 24 Tierarten, etwa auf Pferd, Schaf, Känguru, Hund und Katze.

Auch minderwertiges Separatorenfleisch, Nerven- oder Hirngewebe fand sie nicht. Trotzdem war die Fleischqualität nicht immer gut. Die Produkte unterscheiden sich etwa beim Anteil von hochwertigem Muskelfleisch oder auch im Fettgehalt zum Teil deutlich.

Das Fleisch für Fertigfrikadellen stammt meist aus konventioneller Tierhaltung. Im Test ist nur ein Produkt mit Biosiegel vertreten. Für Tierfreunde gilt ansonsten: Biohack kaufen und selber Buletten brutzeln.

Klops mit vielen Namen

Und wo sagt man nun was zu den Fleischbällchen? Die Auflösung: Frikadelle: zwischen Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz.

Bulette: Berlin, Brandenburg, Vorpommern, Sachsen.

Bratklops: Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen.

Beefsteak: Sachsen.

Fleischküchle: Baden-Württemberg und Teile Bayerns.

Fleischpflanzerl: Bayern.

Hackhuller: West- und Südthüringen.

Gewiegtebrotl: Oberlausitz.

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