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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Nur zwei Mittel liefern saubere Sache ab

11.11.2019

Berlin Schlechtes Geschirrspülmittel nervt: Frisch gespült kommt das Geschirr aus der Maschine – und es kleben noch Schmutzreste an Tellern, Tassen und Gläsern. Die Stiftung Warentest hat 19 Geschirrspülpulver und Geschirrspültabs getestet – darunter Produkte von Aldi, Claro, dm, Edeka Lidl, Rewe, Rossmann, finish und Somat. Der Geschirrspülmittel-Test zeigt: Nur zwei reinigen gut („test“, 11/19). Geprüft haben die Tester auch die Umwelteigenschaften.

Teeränder in Tassen

Bei den 19 geprüften Mitteln handelt sich um sogenannte Classic-Pulver und Classic-Tabs. Wer sie nutzt, muss separat Regeneriersalz zur Wasserenthärtung und Klarspüler in die Maschine einfüllen. Das macht sie weniger bequem als Multi-Tabs, die bereits Klarspüler und zusätzliche Chemikalien zum Enthärten enthalten. Dafür gelangt mit Classics bestenfalls weniger Chemie ins Wasser.

Die Prüfer im Labor ermitteln mit viel Aufwand, wie viel Reinigungskraft in Geschirrspülmitteln steckt. Sie brennen etwa Milchhaut in Gläser ein, lassen Hackfleisch, Nudel- oder Eierspeisen auf Tellern oder Edelstahlblechen trocknen und erzeugen immer gleiche Teeränder in Tassen. Im Test fordern elf alltagstypische Schmutzarten Pulver und Tabs heraus. Neu hinzugekommen sind Fett und Cerealien.

Ein Tab, Classic Geschirrspültabs von Claro, und ein Pulver, Denkmit Geschirr-Reiniger Classic von dm, sind die beste Wahl für sauberes Geschirr. Dank ihrer schmutzknackenden Enzyme und fettlösenden Tenside meistern sie den größten Teil der Speisereste recht problemlos, das Geschirr glänzt. Nur diese beiden bekamen im Prüfpunkt „Reinigen“ ein gutes Urteil.

Zwölf Spülmittel mit insgesamt gutem Qualitätsurteil schaffen im Prüfpunkt „Reinigen“ lediglich ein befriedigend. Sie haben dann zum Beispiel Stärken im Bereich „Kalkbeläge verhindern“ und putzen einiges fast mühelos weg, doch mindestens fünf Speisereste bereiten ihnen mehr Probleme.

Hintergrund: Eine zentrale Rolle für blitzblankes Geschirr spielen Menge und Qualität der Enzyme. Wenn die Mischung nicht stimmt, wirkt ein Spülmittel weniger kraftvoll gegen eiweiß- und stärkehaltige Reste. Die Rezepturen der zwölf Geschirrspülmittel sind also nicht ausgewogen genug. Noch deutlicher zeigt sich das bei zwei Tabs mit befriedigendem Qualitätsurteil. Die schwächste Vorstellung bieten drei bekannte Markenprodukte. Die Tabs und das Pulver von Finish und das Pulver von Somat. Sie reinigen nur ausreichend.

Schäden an Gläsern

Wochenlang haben die Prüfer die Geschirrspüler im Labor laufen lassen − mit jedem Spülmittel dreihundert Mal. Zwischendurch und am Ende nehmen sie jedes Geschirrteil in die Hand, betrachten es mit Argusaugen. Schön: Weiße Beläge sind bei den jetzt geprüften Mitteln kein Problem. Auch hässliche Schillereffekte auf Edelstahl bleiben aus. Deutliche Unterschiede gab es bei Glas und Silber. Am stärksten schädigte ein Pulver Glas. Im Licht sind Korrosionslinien zu sehen.

Ein Pulver enthält kein Silberschutzmittel und lässt das Besteck so stark anlaufen, dass der Belag nur mit viel Kraft wegzupolieren ist. Obwohl ein anderes Mittel vergleichsweise viel Schutzmittel enthält, sieht das Silberbesteck nach dem Dauertest ähnlich düster aus. Letztlich kommt es auf die Gesamtrezeptur an.

Wer durchspielt, zu welchem Berg sich die jährlich verwendeten Tabs und Pulver auftürmen, kommt schnell zu der Vermutung: Das kann nicht gut für die Gewässer sein. Der größte Anteil bereitet relativ wenige Probleme, da Kläranlagen Tenside und andere Stoffe zuverlässig entfernen. Eine Ausnahme ist das Silberschutzmittel Benzotriazol (BTA). 15 der 19 Mittel enthalten es – zwar nur zu einem geringen Anteil, in Kläranlagen ist es aber kaum abbaubar. Es gelangt so ins Ökosystem.

Die Tester haben BTA erstmalig in die Bewertung einbezogen. Alle Produkte, die in den Umwelteigenschaften befriedigend sind, enthalten es. Der Tab von Claro schafft hingegen guten Silberschutz mit Zutaten, die sich in Kläranlagen überwiegend gut entfernen lassen.

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