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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

So gibt es Hilfe im Haushalt von der Krankenkasse

18.11.2019

Berlin Plötzlich krank – und keiner da, der sich zu Hause um alles kümmert. Gut, wenn in solch einem Fall eine Haushaltshilfe einspringen und wichtige Aufgaben zu Hause übernehmen kann. In ihrer Dezember-Ausgabe informiert die Zeitschrift „Finanztest“ darüber, wann gesetzlich Krankenversicherte eine Haushaltshilfe von ihrer Krankenkasse bekommen. Anspruch haben vor allem Eltern mit kleinen Kindern bei schwerer Krankheit, Schwangerschaft und OP unter bestimmten Voraussetzungen. Die Finanztester haben auch untersucht, welche Krankenkassen mehr bieten als sie müssen. Die gute Nachricht: Viele große Kassen zahlen länger als vorgeschrieben oder auch noch, wenn die Kinder älter als zwölf Jahre sind.

Die Finanztester haben untersucht, wann die jeweils sechs größten Ersatz-, Orts-, Innungs- und Betriebskrankenkassen sowie die Knappschaft als Extraleistung für eine Haushaltshilfe zahlen (test.de/krankenkassen). So zahlen TK, AOK Plus und HEK ihren Versicherten ohne Kinder zwei Wochen länger eine Haushaltshilfe als die gesetzlich festgelegten vier Wochen, die IKK Berlin Brandenburg immerhin eine weitere Woche, wenn sie zum Beispiel nach einer Bandscheibenoperation wieder zu Hause sind und ihre Beweglichkeit noch sehr stark eingeschränkt ist. Im begründeten Ausnahmefall zahlen auch AOK Bayern, AOK Baden-Württemberg, AOK Niedersachsen und IKK Südwest ihren Versicherten ohne Kind länger als gesetzlich vorgesehen.

Doch ganz gleich, ob gesetzliche Leistung oder Extra – die Haushaltshilfe gibt es nur unter bestimmten Voraussetzungen:

Die versicherte Person muss für den Haushalt verantwortlich sein.

Andere Menschen, die im selben Haushalt leben wie Ehe- oder Lebenspartner, können die Hausarbeit nicht übernehmen. Das ist etwa der Fall, wenn sie arbeiten gehen und tagsüber nicht zu Hause sind. Sie sind nicht verpflichtet, extra Urlaub zu nehmen.

Zu den Tätigkeiten, die eine Haushaltshilfe übernimmt, gehören Kochen, Putzen, Wäsche waschen, Einkaufen und das Kind versorgen und in den Kindergarten bringen.

Geht es um Erkrankungen, reichen Schnupfen oder Grippe nicht aus, um die gesetzlich festgelegte Leistung bei den Kassen zu bekommen. Dafür müssen Versicherte schwerer erkranken. Das kann etwa der Fall sein, wenn jemand nach einer Operation in seiner Mobilität stark eingeschränkt ist.

Wer eine Haushaltshilfe beantragen möchte, findet den Antrag auf der Internetseite seiner Krankenkasse oder muss ihn telefonisch anfordern. Im besten Fall machen sich Patienten schon vor dem Arztgespräch Gedanken darüber, wofür und wie viele Stunden täglich sie die Unterstützung brauchen, denn auch das muss im Antrag stehen.

Hat die Kasse den Antrag genehmigt, kümmert sie sich meist auch um die Organisation der Haushaltshilfe. Die meisten Krankenkassen haben Verträge mit Sozialstationen und privaten Dienstleistern, die die Unterstützung im Alltag übernehmen. Die Kosten rechnet der Dienstleister mit der Kasse meist direkt ab. Versicherte müssen nur den vorgeschriebenen Anteil zahlen: zehn Prozent der Kosten pro Tag – mindestens fünf Euro, höchstens zehn Euro.

Wer statt eines Fremden lieber Familienangehörige um Hilfe bittet, muss auch einen Antrag ausfüllen und das dort vermerken. Hilft ein Verwandter bis zum zweiten Grad – zum Beispiel Schwester, Schwager oder erwachsenes Kind –, erstattet die Kasse Fahrtkosten und Verdienstausfall bis zu einer „angemessenen“ Höhe. Was das genau heißt, erfahren Versicherte bei ihrer Krankenkasse.

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