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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Hausrat: Basistarif für die meisten ausreichend

22.06.2020

Berlin 157 Tarife von 61 Anbietern hat die Zeitschrift Finanztest getestet. Fazit: Viele Versicherer bieten mehrere Tarife mit unterschiedlichen Leistungen – einen preisgünstigen Basistarif, eine teurere Variante mit mehr Leistungen, oft „Komfort“ genannt, sowie eine Premiumpolice. Für die meisten Haushalte reicht ein Basistarif völlig. Den kann man um Zusätze erweitern.

Wer den eigenen Vertrag prüft, kann mitunter mehr als hundert Euro sparen. Sinnvoll ist der Check besonders für Haushalte, die umgezogen sind, so die Finanztester.

Versicherungssumme

Viele Versicherte haben ihren Vertrag schon seit Jahren, doch in der Zwischenzeit viele neue Sachen angeschafft. Dann droht Unterversicherung. Beispiel: Ist der Hausrat 100 000 Euro wert, aber die Versicherungssumme beträgt 80 000 Euro, sind das 80 Prozent. Dann zahlt die Versicherung auch bei Schäden, die darunter liegen, nur 80 Prozent. Wer das vermeiden will, vereinbart einen Unterversicherungsverzicht – je nach Wohnungsgröße als Pauschale oder als Wohnflächentarif. Möglich ist auch, den Wert des Hausrats zu ermitteln und die Versicherungssumme selbst festzulegen.

Versicherte Sachen

Die Hausratpolice gilt für bewegliche Sachen im Haus wie Möbel, Teppiche und Elektrogeräte. Doch alte Verträge haben mitunter Lücken. Prüfen sollte man vor allem die Leistungen in Bezug auf folgende Punkte: Fahrraddiebstahl außerhalb des Hauses, Wasserschäden durch Aquarien und Wasserbetten, Gartenmöbel auf der Terrasse, Kinderwagen und Rollatoren (wenn sie im Hausflur geparkt werden), Fensterscheiben, Wertsachen (oft sind nur bis 20 Prozent der Versicherungssumme abgedeckt), Diebstahl aus Auto und Wohnmobil oder aus einer Schiffskabine.

Gefahren und Kosten

Versichert sind: Einbruch, Schäden durch Leitungswasser, Feuer sowie Sturm und Hagel. Vor allem in älteren Policen sind nicht alle Gefahren mitversichert, warnen die Finanztester. Folgende Zusätze sollten beachtet werden:  Naturgefahren: Extreme Wetterereignisse nehmen zu. Gerade Starkregen kann jedes Haus treffen. Dann laufen Keller voll, die Sachen dort werden unbrauchbar. Dieses Risiko ist in vielen Verträgen nicht automatisch abgedeckt. Dafür braucht es einen Extraschutz für Naturgefahren.  Überspannung: Wenn ein Blitz nicht direkt ins Haus einschlägt, sondern Kilometer entfernt in eine Überlandleitung, können Spannungsspitzen entstehen und Elektrogeräte beschädigen.  Trickdiebstahl: Üblicherweise leistet die Hausratpolice bei Raub, also wenn Gewalt angewendet oder angedroht wurde, nicht bei Taschendiebstahl oder Trickdiebstahl. Solche Fälle sind mitunter in Premiumtarifen versichert.  Kreditkarten: Damit ist abgedeckt, wenn Einbrecher Kreditkarten erbeuten und mit ihnen Schaden anrichten.  Hotel: Die Versicherung trägt die Kosten für ein Hotel oder eine andere Wohnung etwa nach einem Brand.  Grobe Fahrlässigkeit: Wer grob fahrlässig einen Schaden verursacht, muss mit drastischen Kürzungen der Entschädigung rechnen. Das gilt zum Beispiel, wenn die Wohnung abbrennt, weil man Kerzen unbeaufsichtigt brennen ließ oder das Haus verlässt und die Tür nur zuzieht. Daher empfehlen die Finanztester nur Verträge, die auf solche Kürzungen verzichten.

Finanztest-Tipps

  Ein Preisvergleich lohnt sich: Im Test bietet die Medien mit 68 Euro inklusive Naturgefahren den günstigsten Tarif für den Modellfall in München an. In Frankfurt am Main ist es Lemonade mit 108 Euro.

  Eine Hausratversicherung empfiehlt sich, wenn man bei einem Totalschaden – etwa nach einem Brand – überfordert wäre, den Hausrat neu anzuschaffen.

  Bestehende Verträge sollten alle paar Jahre überprüft werden, vor allem, um die Versicherungssumme anzupassen. Sicherstellen sollte man auch, dass grobe Fahrlässigkeit versichert ist.

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