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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Zwei günstige Modelle sind die besten

09.09.2019

Berlin Hellblaue Businesshemden sind ein Klassiker. Die Stiftung Warentest hat für 14 Modelle zwischen 10 und 140 Euro untersucht, wie langlebig, atmungsaktiv und leicht zu bügeln sie sind. Untersucht wurde auch, unter welchen Bedingungen die Hemden produziert wurden und ob ihre Anbieter die Umwelt schützen. Im Test traten Markenhemden von Eterna, Olymp, Hugo Boss und Van Laack gegen Modelle von Discountern und Modeketten wie Lidl und C&A an. Überraschung: Das günstigste Hemd ist insgesamt eins der besten, berichtet die Zeitschrift „test“ in ihrer September-Ausgabe.

Löcher am Kragen

In standardisierten Haltbarkeitstests wurden die Baumwollhemden gewaschen, geschleudert und gebügelt und mehrfach auf Schäden untersucht. Außerdem wurden Tragekomfort und Atmungsaktivität überprüft und ob die Hemden frei von Schadstoffen und flott zu bügeln sind. Zwei der günstigen Hemden meisterten die Prüfungen insgesamt am besten und sind Testsieger: Das Hemd von Lidl für 10 Euro und das Hemd von Jake, einer Eigenmarke von P&C für 30 Euro.

Das Lidl-Hemd war Aktionsware, ist aber im Onlineshop weiterhin erhältlich. Auch fünf weitere Hemden holten insgesamt ein gutes Gesamtergebnis, darunter ein Bio-Baumwollhemd und der teuerste Testkandidat.

Insgesamt 30 Waschgänge mussten alle Hemden im Test überstehen. Das entspricht einer Lebensdauer von etwa anderthalb bis zwei Jahren. Blasen an den Manschetten und Löcher an den Kragenspitzen fanden sich auch an den Hemden einiger Spitzenmarken. Das passierte auch schon im Test vor mehr als zehn Jahren, im aktuellen Test traten Schäden allerdings erst später auf.

Faire Löhne sind selten

Außerdem ein adrettes Ergebnis: Obwohl fast alle Hemden im Test mit Chemie für schnelleres Bügeln ausgerüstet sind, stellten die Tester bei keinem Hemd kritische Schadstoffgehalte fest.

Dass einige Hemden im Test wenig langlebig sind, ist ärgerlich. Denn in Businesshemden steckt richtig viel Handarbeit. Um herauszufinden, wie die Hemden produziert werden, befragte die Stiftung Warentest die Anbieter zu ihrem sozialen und ökologischen Engagement in der Produktion und überprüfte die Nähfabriken vor Ort, sofern die Unternehmen Zutritt gewährten. Die Tester inspizierten Nähereien zum Beispiel in Bangladesch, Indonesien, Myanmar, Polen, Tunesien und in der Türkei.

Das Ergebnis fällt gemischt aus. Mindeststandards – etwa bei der Arbeitssicherheit – werden eingehalten. Allerdings halten sich die meisten Firmen nur an Gesetze – echtes Engagement, wie etwa faire Löhne oder die Unterstützung von Gewerkschaften, ist selten.

Relativ hoch ist die Fairness gegenüber Arbeitern und Umwelt nur bei drei Unternehmen, stellte die Stiftung Warentest fest.

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