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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Hörgeräte: Spezielle Versicherung ist oftmals entbehrlich

24.08.2020

Berlin Hörgeräteversicherungen übernehmen einen Teil der Kosten, falls das Hörgerät kaputt oder verloren geht. Finanztest hat jedoch bei einem Vergleich von Risiken und Preisen sowie Leistungen der Versicherungen und der Krankenkassen festgestellt: Oft ist eine Absicherung der Hörgeräte gar nicht nötig.

Auf der Grundlage eines fiktiven Modellfalls fanden die Finanztester heraus, dass fast alle Tarife etwas bei Kauf oder Reparatur eines neuen Hörgeräts zahlen, wenn das alte etwa durch einen Sturz beschädigt wurde oder verloren ging – allerdings nur bis zur vereinbarten Versicherungssumme und abzüglich des Anteils der Krankenkasse sowie möglicher Selbstbeteiligungen.

Schäden durch Verschleiß sind dagegen fast nie gedeckt. Zudem zahlt die Versicherung nicht, wenn Schutz etwa über Hausrat- oder Haftpflichtversicherungen besteht. Auch bei Herstellungsfehlern gibt es kein Geld: Kunden haben dann Anspruch auf die gesetzliche Gewährleistung. Sie können innerhalb der ersten zwei Jahre eine Reparatur oder einen Austausch defekter Geräte fordern. Zudem gaben die meisten Akustiker an, dass die Hersteller selbst eine Garantieleistung anbieten.

Die Versorgungspauschale der Krankenkassen umfasst auch einen Betrag für Reparaturkosten. Gesetzlich Versicherte haben in der Regel alle sechs Jahre Anspruch auf eine Folgeversorgung, bei Verschlechterungen am Gehör auch eher. Je Verordnung zahlen sie 10 Euro für das Hörgerät als Hilfsmittel zu. Privat Krankenversicherte erhalten ebenfalls einen Anteil der Kosten von ihrer Versicherung.

Außerdem bestätigten die beiden größten gesetzlichen Krankenkassen, Barmer und TK, dass sie bei Verlust innerhalb der sechs Jahre eine neue Versorgung genehmigen, wenn sie zuvor den Sachverhalt geprüft haben.

Zumindest zum Teil können Krankenkassen auch Schäden oder einen Verlust abdecken, wenn ihre Mitglieder ein Hörgerät zur Probe tragen. Manchmal springt hier auch die Hausrat- oder Haftpflichtversicherung ein. Kunden sollten in ihren Verträgen nachsehen, ob geliehene Sachen versichert sind und dieser Schutz auch für Medizinprodukte gilt.

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Als einziger Akustiker im Test bietet Fielmann überhaupt keine Versicherung an, weil sie keinen „Mehrwert zu den kostenlosen Garantieleistungen von Fielmann bietet“. Auch das Probetragen sei abgesichert.

Finanztest-Tipps

  Kassenversorgung: Die reguläre Versorgung umfasst auch Reparaturen, den Austausch defekter Hörgeräte sowie die Wartung. Auch die Akustiker selbst bieten Reparaturen und Wartung, manche sogar kostenlos.

  Hohe Aufzahlung: Wer einen hohen Betrag für das Hörgerät zugezahlt hat, für den kann sich die Absicherung lohnen, zumindest um Totalschaden oder Verlust abzusichern.

  Leistungen: Die Tarife der Hörgeräteversicherung ersetzen in der Regel nur einen Teil der entstandenen Kosten: Meist sehen sie eine Selbstbeteiligung vor, manche erstatten nur den Zeitwert. Die Versicherungen leisten erst, wenn andere Ansprüche geltend gemacht wurden – etwa gegenüber der Kranken-, Hausrat- oder Haftpflichtversicherung.

  Kündigen: Die Police kann mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden, wenn sie seit mindestens drei Jahren läuft. Wer im Voraus gezahlt hat, erhält anteilig sein Geld zurück.

NWZonline.de/gesundheit
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