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nordwest-zeitung

Kinder-Kopfhörer Kein wirkliches Hörvergnügen für junge Ohren

Berlin - Zu laut, zu schnell kaputt, mauer Klang, mit Schadstoffen belastet: Im Test von 19 Kinder-Kopfhörern zeigten etliche Modelle Schwächen. Kein einziger schneidet am Ende gut ab. Vier Modelle bewertet die Stiftung Warentest mit Mangelhaft.

Insgesamt 19 Bügelkopfhörer stellten sich dem Test. Von den geprüften Modellen lassen sich 13 per Kabel mit einem Zuspielgerät, etwa einem Kindermusikspieler, verbinden. Die Tester wählten zudem sechs Modelle aus, die sich kabellos per Kurzstreckenfunk Bluetooth mit dem Abspieler verbinden können. Sie kosten zwischen 14 und 50 Euro.

Ergebnis eher mau

Das Ergebnis ist eher mau: Kein einziger schneidet gut ab, mehr als die Hälfte nur ausreichend oder gar mangelhaft. Keiner klingt gut. Vorn landet der JBL JR300 für 24 Euro. Er verfehlt eine gute Gesamtnote knapp, was am durchschnittlichen Klang liegt. Bei den Bluetooth-Kopfhörern ist das Schwester-Modell JBL JR300BT für 50 Euro am besten.

Schadstoffe enthalten

Vier Kopfhörer sind mangelhaft, Eltern und Kinder sollten die Finger davon lassen. Die Trust Sonin Kids Headphones enthalten zu hohe Mengen an Naphtalin. Der Stoff gehört zu den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und ist vermutlich krebserregend. Die Tester bewerteten das Produkt entsprechend mit Mangelhaft.

Drei sind zu laut

Eine der größten Sorgen von Eltern, wenn der Sprössling einen Kopfhörer trägt, ist der Gehörschutz. Immerhin drei der 19 geprüften Modelle waren im Test zu laut. Der OTL SM0655 liegt mit 100 Dezibel sogar deutlich über dem empfohlenen Grenzwert von 85 Dezibel. Kinderohren, die mit einem solchen Modell bei maximaler Lautstärke regelmäßig beschallt werden, drohen Hörschäden.

Gut klingt keiner

Auch beim Klang der Kinder-Kopfhörer kommt keine Begeisterung auf. Kein einziges Modell bietet einen guten Ton. In der Preisklasse bis circa 50 Euro ist das allerdings keine Überraschung. Auch bei Erwachsenen-Kopfhörern finden die Tester in dieser Preisklasse selten Bügel-Kopfhörer, die mit einem guten Klang überzeugen können.

Nicht gerade robust

Gleich sechs Modelle offenbaren größere Schwächen im Haltbarkeitstest. Die Prüfer ziehen kräftig an Kabeln, biegen sie bis zu 30 000 Mal und lassen die Geräte bis zu zehn Mal herunterfallen. Als wenig robust erwiesen sich die Hama-Modelle Kids und Blink‘n Kids sowie der Isy, der JBL JR300BT, der MPow CH1 und der Onanoff Buddyphones Inflight.

Spitzenreiter

  Kein einziger von den 19 geprüften Kinder-Kopfhörern schneidet gut ab. Am besten ist der befriedigende kabelgebundene JBL JR300 für 24 Euro (Note 2,7). Er klingt durchschnittlich, ist nicht zu laut und die Tester fanden keine Schadstoffe. Bei den Bluetooth-Kopfhörern platziert sich das ebenfalls befriedigende Schwestermodell JBL JR300BT (50 Euro) an der Spitze (2,8).

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