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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Kinderdesserts: Die Verführung der kleinen Dickmacher

12.10.2020

Berlin Viel Zucker, Fett und Kalorien – einige Fertigdesserts für Kinder sind eher Süßigkeiten. Im Test von 25 Produkten aus dem Kühlregal erhalten fünf deswegen schlechte Noten. Fast jedes Zweite können die Tester als Nachtisch oder Snack aber durchaus empfehlen.

Fertigdesserts aus dem Kühlregal treffen den Nerv von Kindern – mit aufgedruckten Bildern von Zeichentrickfilm-Idolen wie Biene Maja und Eisprinzessin, mit Namen wie Fruchtzwerge und Monsterbacke und mit ihrem Geschmack. Sie schmecken süß, oft kräftig nach Früchten oder Schoko und sind cremig. Doch von den 25 Produkten im Test bewerten die Tester fünf eher als Süßigkeiten, weil sich ein Kind mit einem Becher reichlich Fett, Zucker und Kalorien einverleibt: grenzwertig viel für einen Nachtisch oder einen Snack zwischendurch.

Frischkäse trumpft

Unter den zwölf guten Produkten im Test trumpft vor allem eine Produktgruppe auf: die Frischkäsezubereitungen. Acht von ihnen werden mit Gut bewertet, darunter „Desira Fruchtjuniors Erdbeere, Himbeere“ von Aldi Süd und „Bio Die Eiskönigin Erdbeere“ von Fruchtzwerge. Ein Joghurt und drei Puddings erhalten ebenfalls ein gutes Ergebnis.

Kleine Becher vorteilhaft

Für die ernährungsphysiologische Qualität, dem Hauptkriterium im Test, zeigt sich, dass kleine Becher tendenziell Vorteile bringen. Immerhin drei Produkte schaffen trotz großer Portionen in großen Bechern noch eine gute Gesamtnote. Die Tester gingen bei ihrer Bewertung davon aus, dass jüngere Kinder einen Becher als Portion essen und ältere Kinder ab 7 Jahren von kleinen 50- bis 60-Gramm-Bechern durchaus zwei. Für ein fünfjähriges Kind ist ein kleiner Becher am Tag in Ordnung. Das gilt für das üppigste Produkt im Test eher nicht: „Angry Birds“ von Zott hat pro Portion bis zu sechsmal so viele Kalorien wie ein Becher „Fruchtzwerge“, etwa viermal so viel Zucker und 14-mal so viel Fett – Note: mangelhaft. Und auch in den anderen vier noch ausreichend benoteten Produkten am Tabellenende von Lidl, Netto und Zott ballen sich laut Stiftung Warentest so viele Kalorien wie in einem Drittel einer Tafel Schokolade.

Nährwerte beachten

Eltern sollten beim Einkaufen von Kinderdesserts auf die Nährwerte achten und die Produkte nicht im Übermaß anbieten. Speziell Puddings und Joghurts mit „Topping“ – also einer Extraportion Schokolinsen oder Butterkeks zum Draufstreuen – haben oft viel Zucker, Fett und Kalorien. Solche Produkte sind eigentlich als Süßigkeiten einzustufen.

Gefahr des Übergewichts

Wenn Nachtisch oder Zwischenmahlzeiten regelmäßig zu üppig ausfallen, bleibt aus ernährungsphysiologischer Sicht zu wenig Spielraum für eine ausgewogene Hauptmahlzeit oder Obst zwischendurch. Die Produkte können dann ein dickes Problem befeuern: Laut Robert-Koch-Institut sind in Deutschland etwa 15 Prozent der Kinder übergewichtig.

Rezepturen verschlankt

Im Jahr 2000 hatte die Stiftung Warentest beim Test von Molkereiprodukten für Kinder Vorläuferversionen von einigen Produkten aus dem aktuellen Test geprüft. Sie enthielten noch auffällig mehr Fett, Zucker und Kalorien. Trotzdem gehören fertige Kinderdesserts zu den verarbeiteten Lebensmitteln. Alle Produkte im Test enthalten Zusatzstoffe und Zucker, die meisten noch Aromen. Der Fruchtanteil vieler Fruchtdesserts liegt gerade einmal bei sechs Prozent.

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