Berlin - Es ist kinderleicht und die Ergebnisse sind umwerfend. Wer für seinen Nachwuchs jeden Monat 50 Euro mithilfe eines Sparplans in einen marktbreiten Welt-ETF investiert, also in an Börsen gehandelte Indexfonds, der darf sich freuen: Aus 10 800 Euro können nach 18 Jahren 19 141 Euro werden – wenn eine Durchschnittsrendite von 6 Prozent pro Jahr erzielt wird. Das war in den vergangenen Jahrzehnten durchaus drin und bedeutet nahezu eine Verdopplung des eingezahlten Geldes.
Die hier zugrunde gelegten Annahmen sind zudem eher konservativ, denn die Durch-schnittsrendite des breit aufgestellten Index MSCI World lag in den letzten 20 Jahren bei 9,1 Prozent (Stand 31. Juli 2023).
Start jederzeit möglich
Es gibt keinen falschen Zeitpunkt, um mit einem ETF-Sparplan zu beginnen. Nötig ist ein Wertpapierdepot. Die Tester haben Depots für Minderjährige von 19 Banken untersucht. Manche Anbieter lassen sich die Ausführung der Sparpläne bezahlen – jährlich zwischen 1,20 Euro und 33 Euro. Bei zwölf Banken betragen die Gesamtkosten für die Ausführung eines 50-Euro-Sparplanes weniger als 10 Euro pro Jahr. Wer einen Sparplan bei Flatex, ING, Morgenfund und Targobank ausführen lässt, zahlt gar nichts. Bei der Eröffnung muss die Frage geklärt werden, auf wessen Namen das Depot läuft. Einige Eltern nutzen ihr eigenes Depot, andere eröffnen ein Kinderdepot. Beides hat Vor- und Nachteile. Bei einem Kinderdepot wird das Wertpapierkonto direkt auf den Namen des Kindes eröffnet. Das Geld gehört rechtlich dem Kind, Eltern verwalten es nur bis zur Volljährigkeit. Das Kind kann den eigenen Sparerpauschbetrag ausnutzen. Sparen Eltern für ihr Kind im eigenen Namen, behalten sie die Kontrolle über das Geld. Die Eltern können entscheiden wie das Geld übergeben werden soll. Die Kapitalerträge werden nun allerdings bei den Eltern versteuert.
Auf Nummer sicher
Wer trotz aller Chancen Wert auf Sicherheit legt, kommt nicht an Festgeldern vorbei. Kein Land schützt Bankeinlagen so gut wie Deutschland. Deswegen und weil sich die Zinsen erfreulich entwickeln, spielen bei der Geldanlage für Kinder auch Festgelder eine Rolle.
