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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Kinderschutz-Apps: So behalten Eltern online den Überblick

07.09.2020

Berlin Ob per Betriebssystem oder App: Software kann Eltern helfen, die Mediennutzung ihrer Kinder im Blick zu behalten. Manche App ist allerdings eher auf Überwachung als auf Kontrolle ausgelegt, wie der Kinderschutz-App-Test der Stiftung Warentest zeigt.

Neben Apps bekannter Sicherheitssoftware-Spezialisten wie Kaspersky, Norton und McAffee haben die Tester auch die Kinderschutzsoftware der Betriebssysteme Google Android und Apple iOS geprüft. Nur zwei von neun Kinderschutzprogrammen im Test schneiden gut ab.

Software unterstützt

Was treibt der Nachwuchs so am Smartphone? Das wüssten viele Eltern gern. „Besprechen Sie das mit Ihrem Kind“, sagen Pädagogen. „Nutzen Sie unsere App“, ergänzen die Anbieter von Kinderschutz-Apps. Apps sollen Eltern helfen, ihre Kinder zu schützen und zu kontrollieren. Die Software kann Webseiten blockieren, die etwa Sex, Gewalt und Waffen zeigen. Sie kann die Bildschirmzeit für Kinder auf ein gesetztes Limit begrenzen und die Ausführung nicht altersgerechter Apps blockieren. Die meisten Apps bieten auch eine Standortverfolgung an. Sie observieren den Nachwuchs via GPS-Satellitensignal, manche informieren die Eltern sogar, wenn das Kind von vereinbarten Wegen abweicht.

Kinderzugang einrichten

Alles beginnt mit dem ersten Tablet oder Smartphone. Sowohl Google als auch Apple bieten Benutzerkonten für Kinder, die sich von Eltern einstellen lassen. Apple hat die Kinderschutzfunktionen in seine Betriebssysteme iOS und iPadOS integriert. Google bietet für Android per Gratis-App Family Link an. Ähnlich funktionieren die anderen Programme im Test: Die Kinder-App kommt aufs Handy der Kids, die Elternversion auf die Smartphones der Erwachsenen. Mit der Eltern-App steuern sie Kinder-App und -konto. Das funktioniert auch via Notebook oder PC. Die meisten Apps arbeiteten im Test fehlerfrei und ließen sich kaum aushebeln.

Grenzen der Apps

Schon die Bezeichnung Kinderschutz-App ist hoch gegriffen. Die Apps helfen Eltern bei der Kontrolle und protokollieren, was das Kind tut. Sie setzen mehr auf Kontrolle und Verbote und weniger auf einen pädagogische sinnvolle Begleitung Heranwachsender. Einen umfassenden Schutz vor allen Internet-Gefahren bietet keines der Programme. Umfassend schützen können sie es nicht. Keine App vermag es, Cybergrooming (= Anbahnung sexueller Kontakte zu Kindern via Internet) oder Mobbing zu verhindern. Anzüglichkeiten oder Übergriffe erkennen die Apps nicht, so die Warentester. Mit einer Ausnahme: Famisafe von Wondershare kann Chatverläufe nach Schlüsselworten analysieren. Bedenklich daran: Es wäre eine schwere Verletzung der Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte des Kindes, wenn die Eltern es heimlich überwachen würden. Experten warnen davor.

Im Gespräch bleiben

Wichtig bleibt immer das Gespräch zwischen Eltern und Kind. „Verbot und Kontrolle allein reichen nicht“, so Testleiterin Simone Vintz. Kinder müssten auch die Freiheiten des Internets entdecken und eigene Medienkompetenz entwickeln können.

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